Der Blog für die zweite Lebenshälfte

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Corona und unsere Seniorengruppen

Veröffentlicht in: Allgemein, Andacht/ Spiritualität, Hoch!Alt, Ideen für Gruppen, NACHmachBAR

Corona und unsere SeniorengruppenEin Kirchenältester sagt: „Naja, wenn´s uns halt trifft, dann ist es halt so.“ Eine selbst hochaltrige Ehrenamtliche will sich weiter mit ihrer Gruppe treffen. Es wird Zeit, Klarheit zu schaffen.

Corona: Seniorengruppen absagen
Die Hochaltrigen gehören zu den am meisten gefährdeten Gruppen. Auch wenn ein entspanntes „Wir müssen alle mal sterben.“ grundsätzlich ja eine gute Haltung ist, so soll es doch nicht ein qualvoller Corona-Tod sein. Wichtigstes Ziel zurzeit ist, dass das Virus sich so langsam wie möglich verbreitet.
Daher gilt aus unserer Sicht nun auch für unsere Seniorengruppen: absagen.

In Kontakt bleiben
Am Schwierigsten an einer Absage dürfte die Sorge um die Gruppenmitglieder sein, vor allem diejenigen, für die die Seniorengruppe ein wesentlicher Kontaktpunkt in ihrem Alltag ist.

Telefonkontakte der Gruppenmitglieder untereinander
Ehrenamtliche Gruppenleiterinnen und -leiter haben in der Regel Kontaktlisten. Sie können statt der Gruppenstunden Telefonketten starten oder zum Beispiel die Frauen, die normalerweise im Seniorentreff an einem Tisch sitzen, beauftragen, sich gegenseitig anzurufen.

Telefonkonferenzen statt Gruppentreffen
Kleine Gruppen können sich in Telefonkonferenzen treffen.
Bei https://meetgreen.de/ können Sie sich kostenlos einen Telefonkonferenzraum anlegen. Sie erhalten ein Zugangskennwort, das Sie Ihren Gruppenmitgliedern weitergeben.
Sie können per Telefon Texte vorlesen, Gebete sprechen, Neuigkeiten austauschen.
Weil es beim Austauschen über Neuigkeiten oder Inhalte unübersichtlich werden kann, ist es hilfreich, wenn Sie das Gespräch stark moderieren und strukturieren, z.B.:
Die Gruppenleitung nennt nacheinander die Namen der Anwesenden und fragt, „Frau N., Mögen Sie etwas dazu sagen?“ Sie schließt den Beitrag von Frau N. ab mit einem „Danke Ihnen, Fr.N., nun frage ich Frau O. …“
Es erfordert etwas mehr Zuhördisziplin von den Teilnehmenden als ein Gespräch am Tisch. Auch das sollte man am Anfang erwähnen.

Geben Sie sich einen Zeitrahmen, von 30 – 40 Minuten, denn es kann anstrengend sein, so intensiv zuzuhören.

Sich sehen und verbunden bleiben: Per Videokonferenz
Die Stunde der Digitalisierung hat geschlagen! Jetzt ist die Gelegenheit, dass Sie sich in die Welt der Videokonferenzen wagen. In unserer Erfahrung fühlt man sich sehr verbunden, wenn man sich auf dem Bildschirm sehen kann. Viele Senior*innen haben damit Erfahrung: Sie scypen mit den Enkeln. Es ist wie scypen, nur mit mehreren. Dazu gibt es Anfang nächster Woche Informationen unserer Landeskirche.

Bei Fragen, wie Sie mit Ihren Gruppen per Videokonferenz arbeiten können, wenden Sie sich an annegret.zander@ekkw.de mit dem Stichwort „Videokonferenz“

Verbunden bleiben durch Gebet – und Gesang vorm Fenster
Thomas Hirsch-Hüffel hat seine Ideen mit diesen Gedanken begonnen:
„Kirchenleute sind im Corona-Moment ratlos wie alle, was zu tun ist. Aber sie können ’social‘, sie wissen was vom Leben und Scheitern, und sie haben einen Hintergrund von anderer Art. Der könnte helfen, weder in Schockstarre noch in Aktivismus zu verfallen. Eine solche Fastenzeit ist neu für die funktionierende Kirche.“

Lassen Sie sich hier von seinen Ideen inspirieren:

Gemeinde kann vernetzen und trösten

Einkaufshilfe durch die Nachbarschaft
In manchen Städten gibt es bereits Initiativen, in denen Jüngere für ihre älteren Nachbarinnen und Nachbarn den Einkauf übernehmen. Hier ein paar Beispiele:

Astrid Elbe kauft für Senioren ein

Nachbarschaftschallenge

Weitere Ideen sammeln wir gerne hier in den Kommentaren.


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