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Der Blog für die zweite Lebenshälfte

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Päckchen für Vater – Corona inspiriert Kultur per Post

Veröffentlicht in: Allgemein, Älterwerden (im Selbstversuch), Hoch!Alt, NACHmachBAR

Päckchen für Vater - Corona inspiriert Kultur per Post(Andreas Wiesner) Die zunehmende Verletzlichkeit meiner Eltern war ein Grund mich vor 6 Jahren verstärkt von Canterbury aus um eine Stelle in Hessen und Rheinland-Pfalz zu bewerben. Vor 5 Jahren bin ich nach Kassel gezogen, und besuche meine Eltern in Mainz etwa jedes zweite Wochenende. Da die sozialen Kontakte, meine Mutter die nach meinem ersten Sommer zurück in Deutschland organisiert hatte, verstarb, und meine Eltern viele Ihre Bekannten überlebt hatten, wurde mein Vater zunehmend einsamer. Ihm fehlten zunehmend die anregenden Gespräche über Kultur und Politik.

Da der Alltag mit Hilfe eines Pflegediensts gut organisier ist, und Schwester Agnes sich um seine physische Gesundheit sorgt, waren meine Besuche durch Kulturarbeit und Seelsorge bestimmt.

So reiste ich mit der Wochenzeitung, „Freitag“, der Zeitschrift „Junge Kirche“ und dem feministischen Blatt „Wir Frauen“ nach Mainz wo schon die Wochenzeitung „Die Zeit“ auf mich wartete. Ich berichtete meinem Vater über meine Arbeit, erzählte von meinen Projekten und Veranstaltungen. Wir diskutierten oft über verschiedene gesellschaftliche Fragen. Eines Wochenendes wies mich Vater insbesondere auf die Artikel über die Care Revolution in „Wir Frauen“ hin. Er erzählte mir von den Büchern, die er gelesen hatte und von seinen neuen „Lieben“ wie Christiane von Goethe und Clara Schuhmann.

Besonders sorgt meinen Vater das Wiedererstarken des Faschismus, wo er diese S… (1) in Kindheit und Jugend erleben musste, während mein Opa in der Bekennenden Kirche aktiv war. Deshalb wurden meine Unterlagen von der Landesdelegierten Konferenz der VVN (2) von ihm besonders intensiv studiert.

Deshalb schicke ich Ihm während der erzwungenen Trennung jeden Freitag ein Päckchen. Das erste Päckchen enthielt (mehr …)


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