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Der Blog für die zweite Lebenshälfte

Der Blog für die zweite Lebenshälfte

Corona und Umgang mit Schwerhörigkeit

Veröffentlicht in: Allgemein, Corona - Was geht?!, Hoch!Alt, Ideen für Gruppen
Corona und Umgang mit Schwerhörigkeit

Quelle: Petra Hegewald/pixelio.de

Wir haben bei der Schwerhörigenseelsorge nachgefragt, wie man in Corona-Zeiten mit Höreinschränkungen dennoch sicher kommunizieren kann. Sie kennen das ja: Mit den Masken vorm Mund versteht man viel schlechter, man beugt sich rüber, die 1,5 m sind schnell vergessen.

Tipp 1: Alltagsmasken aus Plastik

Wenn Sie als Gruppenleitung oder in 1:1 Begegnungen besser verstanden werden möchten, ist Durchsicht zu Ihrer Mundpartie nötig. Ganz praktisch: es gibt Alltagsmasken aus Plastik, die am Kinn ansetzen. (mehr …)


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Corona – Seniorenangebote wieder anfangen? Fragen Sie Ihre Leute!

Veröffentlicht in: Allgemein, Corona - Was geht?!, Hoch!Alt
Corona - Seniorenangebote wieder anfangen? Fragen Sie Ihre Leute!

Quelle: Manfed Kremers/pixelio.de

Wir haben uns hier im Blog – im Chor mit vielen anderen Stimmen – schon darüber empört, dass die Altersbilder unter der Corona-Pandemie ruckzuck eine Rolle rückwärts vorführten. (Zwischen Katjes und Käßmann – Die Altersbilder-Pandemie)

Die Älteren wurden plötzlich reduziert auf „schwach“, „verletzlich“, um jeden Preis „zu beschützen“. Verwirrt bis ärgerlich betrachteten  daher manche z.B. den samstäglichen Dammbruch im Baumarkt, wo die Älteren ihrer Gewohnheit nachgingen, nämlich unter Menschen zu gehen.

Es gab und gibt aber auch diejenigen, die sich von dieser Welle der Entmutigung haben einsperren lassen. Manche Ältere haben sich monatelang nicht mehr vor die Tür begeben. Dass das auf die Dauer in keiner Weise gesund ist, ist klar. Die Auswirkungen werden sich auch im Pflegesystem niederschlagen. (Wir warten noch auf die Veröffentlichung einer Umfrage der BAGSO, von der wir intern im Ergebnis schon wissen, dass die kognitiven und körperlichen Fähigkeiten zahlreicher älterer Menschen, die zuhause leben, mangels Ansprache für Körper, Geist und Seele sehr zurückgegangen sind.)

Nun tasten wir uns nach den Erfahrungen mit Gottesdiensten auch nach und nach wieder an die Öffnung von Gemeindehäusern und Angeboten. Wenn man das Hygienekonzept in der Tasche hat, bleibt dennoch ein Unbehagen:

Was, wenn just in meiner Veranstaltung Corona weitergereicht wird?

Dieser Verantwortung möchten sich wenige stellen. Die Sorge wird durch das Pandemie-Altersbild verstärkt. Deshalb wird es Zeit für die Rolle vorwärts:

Wir wollen Selbstbestimmung im Alter? Dazu gehört auch, dass Ältere das Risiko selbst abwägen! 
Niemand kann für die Älteren entscheiden, ob sie wieder zu Veranstaltungen, Treffen, Mittagstischen, Spaziergängen etc. gehen können. Das müssen sie schon selbst tun.

Impuls 1: Reden!
Daher empfehlen wir, reden Sie mit den Teilnehmenden Ihrer Angebote. Diskutieren (mehr …)


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ICH HÖRE ZU – im öffentlichen Raum unterwegs

Veröffentlicht in: Allgemein, Corona - Was geht?!, NACHmachBAR

ICH HÖRE ZU - im öffentlichen Raum unterwegsWir haben uns umgehört, mit Kolleginnen und Kollegen aus Kirche, Diakonie und Kommune ausgetauscht und gemeinsam gesammelt, was an Gemeindeaktivitäten unter Corona-Bedingungen alles geht und schon umgesetzt wird.

Den Markttag nutzen – Zugehende Kirche im öffentlichen Raum

 „ICH HÖRE ZU“ steht auf dem T-Shirt von Diakonin Petra Grohnert. Wenn Markttag in Selm (NRW) ist, trägt sie dieses T-Shirt, dreht eine Runde und redet mit den Marktleuten. Dann setzt sie sich an einen der Café-Tische am Marktplatz und schaut, was passiert. Der Platz neben ihr ist frei. Und dann geschieht es: Menschen setzen sich zu ihr. Sie hört zu und erfährt Erstaunliches über diese Menschen und über das, was sie sich so wünschen und brauchen. Übrigens hat sie damit lange vor Corona angefangen.

Wie wäre es, diese Idee weiterzuentwickeln?

Auf den Markt gehen, mit Klappstühlen, wenn es kein Café gibt. Klar, man setzt sich auf den Präsentierteller. Aber man ist dann auch erreichbar. Vielleicht sogar nahbar.

Ein Pfarrer hatte Bedenken, dass dies von manchen als “nicht genug kirchlich” gesehen werden könnte, wenn er da einfach nur sitzt und redet. Ich glaube, dass man das nur solcherart missverstehen kann, wenn man einen kircheninternen Blick aufsetzt. Viele andere werden sich freuen, dass Kirche so nah kommt. Zugehend und unterwegs, das ist ur-christlich. 

Klar, es braucht ein bisschen Traute, aber es lohnt sich!

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Corona-Strategien: Alles auf die Gass´

Veröffentlicht in: Allgemein, Corona - Was geht?!, NACHmachBAR
Corona-Strategien: Alles auf die Gass´

Quelle: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir haben uns umgehört, mit Kolleginnen und Kollegen aus Kirche, Diakonie und Kommune ausgetauscht und gemeinsam gesammelt, was an Gemeindeaktivitäten unter Corona-Bedingungen alles geht und schon umgesetzt wird.

Zum Beispiel: Möglichst viel nach draußen verlegen!

Wer könnte dies umsetzen? Pfarrer*innen, Kirchenvorstände, die ehrenamtlichen Gruppenleitungen, Besuchsdienste und kommunikative Menschen, die ein Engagementfeld suchen!

Die Außenräume entdecken!
Gehen Sie mit offenen Augen raus! Um das Gebäude herum, in dem Sie sich normalerweise mit Gruppen treffen, könnte es schöne Ecken geben, in denen man gut sitzen kann. Vielleicht stehen schon Bänke dort! Wie sieht es um die Kirche herum aus? Auf dem Friedhof unter den Bäumen? Wo sind die Treffpunkte im Ort, wo man sich sowieso schon gerne hinsetzt?  Gehen Sie dort hin. Stellen Sie mit 1,5 m Abstand Klappstühle oder Gartenmöbel auf.

  • Bieten Sie dort „Walk ins“ an zum Schnuddeln, Babbeln oder Schwätzchen halten (je nach Lage in Hessen ;-)) also Zeitfenster, in denen Sie selbst dort einfach da sind.  Teilnehmende können unangemeldet kommen und bleiben selbstbestimmt so kurz oder so lange wie sie mögen. Ggf. gibt es einen Plan B „rein gehen bei schlechtem Wetter“.
  • Die Kolleginnen im Vorderen Odenwald haben sich die Variante ausgedacht, dass sie durchs Dekanat touren und an öffentlichen Orten Impulse und Gespräche anbieten. Wer nicht kommen kann, bekommt einen Impuls und Gespräch ans Fenster oder in den Vorgarten gebracht. Das haben wir hier schon erzählt: Klappstuhltour durchs Dekanat Vorderer Odenwald
  • Nehmen Sie ein paar Stühle und stellen Sie sie vor Hochhäuser oder in Straßen, in denen Menschen wohnen, die gerade nicht mobil sind. Verwickeln Sie Menschen in Gespräche.
  • Zum „Angrillen“ hat eine Seniorenbegegnungsstätte in Nordhessen eingeladen. Das Team trug statt Maske Visiere, um besser verstanden zu werden. Visiere sind in Hessen erlaubt.
  • Erzählcafés, Montagsmaler, Spieletreff – geht alles auch draußen.
  • Ganz nebenbei machen Sie so auch erste Ausflüge in den Sozialraum und entdecken vielleicht Möglichkeiten, die auch „jenseits von Corona“ interessante neue Spuren legen. So entwickeln sich Sorgenetze…

(mehr …)

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Die Klappstuhltour und der Kirchgartentreff

Veröffentlicht in: Allgemein, Corona - Was geht?!
Die Klappstuhltour und der Kirchgartentreff

Bildrechte Jablonski, Schließmann

Unsere Kolleginnen Karin Jablonski und Dr. Rose Schließmann, die im Dekanat Vorderer Odenwald, EKHN, die Arbeit mit Menschen in der 2. Lebenshälfte gestalten, planen derzeit eine Klappstuhltour durchs Dekanat. Sie organisieren Treffen im öffentlichen Raum: Parkplätze, Wiesen und ein Bolzplatz bieten genug Raum und Frischluft, um sich zu sehen, zu reden, Impulse für den Alltag zu bekommen. Hier der kleine Flyer.

Wir finden das nachmachbar!
Vielleicht haben Sie um die Kirche, im Kirchgarten, ja auch auf dem Friedhof sowieso Parkbänke stehen? Dann stellen Sie sie doch so auf, dass man sich auf Abstand gut unterhalten kann. So müssen Sie noch nicht einmal Stühle tragen. Und laden Sie Ihre kleine Gruppe dorthin ein.
Die Odenwälderinnen machen das mit telefonischer Anmeldung. So behalten sie den Überblick.
Welche Ideen haben Sie?
Schreiben Sie es in den Kommentar!

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Zwischen Katjes und Käßmann: Die Altersbilder-Pandemie

Veröffentlicht in: Allgemein, Geronto-was? Theorie ganz praktisch

Zwischen Katjes und Käßmann: Die Altersbilder-PandemieFür Sie ein Einblick in die aktuelle Diskussion über Altersbilder und ihre Folgen für Gesundheit und Engagement, mit einigen wichtigen Fachbeiträgen.
Knallrosa leuchtet das neue Katjes-Werbeplakat für vegetarische Süßigkeiten in den öffentlichen Raum – mit dem faltigen Gesicht einer über hundertjährigen Frau, dort, wo sonst die schönen jungen Frauen zu sehen sind (Antoni Jellyhouse. Mit diesem Motiv ruft Katjes zur Achtsamkeit gegenüber Älteren auf.), mal mit Kopftuch, mal mit Stillbaby vor der Brust, mal mit dem Hund im Arm, der nur noch drei Beine hat. Katjes setzt auf Diversity. Das ist erst mal gut. Ich stolpere dann aber doch doppelt über die Anzeige, denn neben der Alten prangt „Jedes Leben ist wertvoll. #achtetaufeinander“.  Der achtsame Umgang miteinander in Corona-Zeiten ist wichtig. Die Kampagne mit dem Haltungs-Werbesatz der Firma „Jedes Leben ist wertvoll.“ läuft m.W. seit 2019. Aktueller kann man nicht sein in Zeiten, in denen im schlimmsten Falle ethische Entscheidungen anstehen, wer wie medizinisch behandelt werden soll (oder eben nicht).  Dass ich mit der Bildauswahl dennoch meine Schwierigkeiten habe, obwohl es aus der großartigen Hundertjährigen – Fotoserie von Karsten Thormaelen stammt, dazu gleich mehr.

Gefährliche Altersbilder

In der Corona-Krise haben wir es plötzlich wieder mit einer überwältigenden Vielzahl von Altersbildern zu tun, die auf Schutzbedürftigkeit, Schwäche, Krankheit und Abhängigkeit (Einkaufshilfe) zielen. Das wird von vielen Fachleuten kritisiert. Das Framing, das hier passiert, wirkt sich auf das Selbstbild Älterer aus. Hier ein paar wichtige Stimmen: (mehr …)


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