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Der Blog für die zweite Lebenshälfte

Der Blog für die zweite Lebenshälfte

Magische Zahl: 50 – Auf dem Weg zum Wesentlichen

Veröffentlicht in: Älterwerden (im Selbstversuch)

Ich bin inzwischen überzeugt: rund um die 50 tut sich etwas, das zuvor so nicht geschah und später auch so nicht wiederkommt. In dieser Zeit verdichtet sich das Leben und bringt uns auf den Punkt. Für die einen bricht eine riesige Erschöpfung durch, ein „so-geht´s-nicht-mehr“. Wenn es gut läuft, nimmt man/frau sich die Zeit, das Leben unter die Lupe zu nehmen. Vielen bleibt nur die Generalpause einer Krankheit, eines Burnout. Es ist so schwer, sich heutzutage kleine oder größere Auszeiten zu nehmen. Eigentlich müsste ein Sabbatjahr für Menschen zwischen 45-55 Jahren gesetzlich verankert sein. Das würde vielleicht auch die Kosten im Gesundheitssystem reduzieren.

Nicht mehr der/die Alte,
mit einem Ruck aus dem Leben gefallen.
Wer bin ich
noch
wieder
morgen

Dann kenne ich einige Frauen, die kurz bevor sie 50 wurden in die Selbständigkeit gegangen sind. Plötzlich war sonnenklar, welche Gabe und Begabung sie haben und was den Kern ihres hierseins ausmacht. Sie wagen den Schritt aus der Sicherheit in ein selbstbestimmtes Leben: eine unglaubliche Kraft die mir da entgegenkommt.

Also ehrlich: mir macht das Lust, auf die 50 zuzugehen.

Und wie geht´s Ihnen mit dieser Magischen Zahl? Und was machen eigentlich die Männer, wenn sie 50 werden?


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another year-another life/ Älterwerden im Film

Veröffentlicht in: Bücher/Filme

another year-another life/ Älterwerden im FilmMike Leighs (Regisseur von Secrets & Lies) neuer Film „Another Year“ wird als stille Kommödie angekündigt. Das zu erkennen gelingt vielleicht nur, wenn man das britische Original hört. Der Film hinterlässt bei mir (statt der angekündigten Wärme) eine Kälte und jede Menge Fragen. Dann ist es vielleicht doch ein guter Film.  Ein älteres Ehepaar, Tom und Gerri, kurz vor dem Ruhestand, Gartenliebhaber, ein glückliches Paar, dem nur noch eins fehlt: die Schwiegertochter für die ersehnten Enkel. Ihr zufriedenes Leben ist die Folie, vor der wir mehrere gescheiterte Existenzen vorgeführt bekommen. Bis an die Schmerzgrenze: Mary, die eigentliche Hauptperson, um die 50, (mehr …)


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Die Entdeckung des mir Eigenen – Interview mit Silvia Häfele, 51 Jahre

Veröffentlicht in: Älterwerden (im Selbstversuch), Ideen für Gruppen

 Die Entdeckung des mir Eigenen - Interview mit Silvia Häfele, 51 JahreIch kenne Silvia Häfele aus gemeinsamen Kursen in Playing Arts. Sie schreibt wundervolle Gedichte und der Keller als Ort der Inspiration hat es ihr angetan. Im Nachklang dieses Interviews schrieb sie mir: „ich fühle mich reich“. Ich danke ihr für ihre tiefen, ehrlichen Gedanken zum Älterwerden, Partnerschaft, Spiritualität, Kreativität und dem Sterben. Sie hat im Rahmen ihrer Hospizarbeit ein Kunstprojekt gestaltet: Erbschaftsangelegenheiten

Silvia Häfele, 51 Jahre, seit 30 Jahren verheiratet und Mutter von drei Kindern 25/27/30.
Medizinisch technische Radiologie-Assistentin, halbtags berufstätig bei einem Orthopäden, Ausbildung Playing Arts Laboratorium und Langzeitprogramm in Gelnhausen, Ausbildung Healing Touch Praktikerin und nebenberufliche Tätigkeit. Hobbys hab ich auch: Singen in zwei Chören (Kirchenchor und Opernchor), lange Jahre Tanz, auch heute noch.

Ehrenamtlich seit ca. 8 Jahren in der Hospizgruppe Balingen tätig. In diesem Rahmen sind auch zwei Filme herausgegeben worden, die durch Playing Arts ausgelöst wurden („Der Tod macht stille Leute“, „Vom Gehen und Bleiben – Trauergespräche“)

Dein Lebensmotto ?
Vor einigen Jahren habe ich mir vorgenommen, im Alter eine weise Frau zu werden, (mehr …)


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Alt? – Ich net.

Veröffentlicht in: Älterwerden (im Selbstversuch), Geronto-was? Theorie ganz praktisch

Gell, Sie auch net. Oder?
Ein Mitglied der Kommission, die den 6. Altenbericht verfasst hat, schlägt vor, den Begriff „Alter“ überhaupt abzuschaffen. So hörte ich  aus einem Workshop bei der Fachtagung „Strukturwandel des Alter(n)s“ im Dezember in Heppenheim.(Ich hatte noch keine Zeit die 600 seiten des Berichts daraufhin zu durchforsten.)

Ja, wenn´s nach den meisten ginge, mit denen ich so spreche, dann wäre das wohl eine gute Idee. „Alter“ abschaffen. „Ich bin noch nicht so alt“, sagt die über 80-jährige Mutter einer Freundin und geht deswegen nicht zum Seniorenkreis. Lachen Sie nicht. Wenn Sie 80 sind, werden Sie sich umgucken. Dann werden Sie nämlich auch keine Lust haben, sich Geschichten vorlesen zu lassen. Dann werden Sie wahrscheinlich wandern wollen oder mit Ihrem Freund skypen (sprich, sich beim Telefonieren von Laptop zu Laptop zulachen).  Nein, nein, jetzt nicht sagen, ach kommen Sie Frau Zander, wer will das denn. Warten Sie´s ab. Alt werden sie sich vielleicht fühlen, wenn sie die Treppen doch nicht mehr so schnell hochkommen, oder keine Lust mehr haben, die schlechten Nachrichten im Fernsehen weiterhin zu sehen. (Zugegeben. Dafür hat jedes Alter mal ne Schwäche…) Aber bis es so weit kommt, bleiben wir lieber jung. Beweglich. Aktiv, interessiert, engagiert, nachdenklich hier und da, informiert, mit der Welt und uns selbst verbunden. Gut aussehend natürlich auch.
Die gute Nachricht ist, dass ich solche Leute ständig treffe. Die sind dann in der Regel so um die 50, 60, 70, 80, hier und da auch um die 90. Also eher in der zweiten Lebenshälfte. Oder so. Aber auf keinen Fall Silverager, Best Ager, oder so ein Quatsch. Nein, ganz normale, hochinteressante Leute.
Bleibt nur eine Herausforderung: die Endlichkeit. Ja, die verschieb ich dann mal auf morgen…


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Vollbremsung – Stotterbremse – Ungebremst ins Neue Jahr

Veröffentlicht in: Allgemein, Älterwerden (im Selbstversuch)

Heute morgen eine Erfahrung, wie man sie sich nicht wünscht: Nebel, kalt, vor mir bremst ein Wagen, meine Bremsen greifen nicht. Zum Glück erinnert sich mein Fuß an die Stotterbremse. Der Wagen kommt zum Stehen.
Und noch im Schlottern rattern die Gedanken: Wir haben diese Erfahrungen im Leben, wo sich plötzlich etwas unvorhergesehen in den Weg stellt: eine Krankheit, Veränderungen in Beziehungen, in der Arbeit. Man tritt in die Eisen, mit ungewissem Ausgang. Hätte ich besser aufgepasst – vorher. Hätte ich eine andere Bremsung versucht. Sie kennen das, diese „wenn“ und „hätte ich“.

Ich versuche , das neue Jahr anders anzugehen: mein Jahresbericht für das vergangene ebz – Jahr ist eben fertig, zwischen den Jahren habe ich viel Rückblick auf mein privates Leben gehalten, gezeichnet, geschrieben. Das ist wie mit Tempo 10 durch eine verkehrsberuhigte Zone zu zockeln. Man kriegt plötzlich viel mehr mit.
Der nächste Schritt ist nun, mir das neue Jahr, das ja schon seine eigene Landkarte vorlegt, anzusehen und zu schauen, welche Wege ich befahren will, die breiten ausgefahrenen und vielleicht ein paar unbefahrene Strecken. Und dann das Tempo festzulegen.
Ein Kollege geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Er hat diese Überlegungen für Tempo und Landkarte seines Ruhestandes angestellt. Das Haus ist schon verkauft (schneller als gedacht), die neue Wohnung ebenerdig, damit er, wenn es zu körperlichen Einschränkungen kommen sollte, nicht noch einmal umziehen muss. So nach und nach entstehen Pläne, zusammen mit seiner Frau. Er wird sicher auch mit 140 auf seinem Motorrad über die Landstraßen brausen.
Ich will nicht behaupten, dass man bei einem gut geplanten Jahr,  ungebremst losfahren kann. „Das Leben kommt immer dazwischen“, sagte mir jemand, der in seinem perfekt geplanten Ruhestand plötzlich noch mal komplett umziehen musste, weil ein „Eigenbedarf“ erhoben wurde.
Aber irgendwie fühlt es sich besser an, ruhiger, wenn ich die Straße schon mal etwas genauer unter die Lupe genommen habe.

 


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Stückwerk – oder: Nicht aufhören anzufangen!

Veröffentlicht in: Andacht/ Spiritualität

„Nicht aufhören anzufangen“ titelt mein Kalenderblatt (Lebens(er)finderinnen, Hg. S. Burster u.a., Schwabenverlang) für diese Woche. Mitten im Jahr. Nun gut, ich bastele gerade am ebz Jahresprogramm 2011. Gefühlte hundert Anfänge. Zuhause habe ich die Bilder eines ganzen Jahres eingeklebt, und dabei gemerkt, dass eins, das mir so wichtig war, verschwunden ist, oder ich vergaß es abzuziehen. Ich hatte mir für diesen Sommer noch einiges vorgenommen.  Hatte mir extra Zettelchen geschrieben und ordentlich sichtbar aufgehängt, damit ich es auch ja nicht vergesse. Wenn es hoch kommt, habe ich ein Viertel geschafft.  Mist. Sonntag im Radio (wie so oft!) kam die Entlastung: (mehr …)


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