Der Blog für die zweite Lebenshälfte

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„Standards für die Ehrenamtsarbeit in der EKKW“ – 2. überarbeitete Auflage

Veröffentlicht in: Allgemein, Ideen für Gruppen, NACHmachBAR

„Standards für die Ehrenamtsarbeit in der EKKW“ - 2. überarbeitete AuflageAnnegret Zander ist mit einem Teil ihrer Arbeitszeit in der Fachstelle Engagementförderung aktiv und von daher nah dran am Thema Ehrenamt/Freiwilliges Engagement:

Nützliche Leitplanken für Kirchengemeinden und Einrichtungen

Gute Rahmenbedingungen fürs Ehrenamt zu fördern, ist eines der Ziele der Fachstelle Engagementförderung. Dazu dienen auch die „Standards für die Ehrenamtsarbeit in der EKKW“. Über ein Jahr haben Anneke Gittermann und ihr Team dafür Rückmeldungen von der Basis eingeholt – bei Haupt- und Ehrenamtlichen aus ganz unterschiedlichen Engagement-Bereichen. Die Ergebnisse wurden in die 2. Auflage der Standards eingearbeitet, die auch eine Version in Einfacher Sprache enthält.

Nutzen Sie die Standards als hilfreiche Leitplanken zur Überprüfung: Wo läuft in unserer Kirchengemeinde oder Einrichtung schon alles wie am Schnürchen? Wo ist eventuell noch „Luft nach oben“?

Herunterladen: https://engagiert-mitgestalten.de/de/standards

Bestelladresse für die Printversion„Standards für die Ehrenamtsarbeit in der EKKW“ - 2. überarbeitete Auflage
Fachstelle Engagementförderung der EKKW
E-Mail: engagiert@ekkw.de

Homepage der Fachstelle Engagementförderung
www.engagiert-mitgestalten.de
Mit weiteren Infos, Materialien, Fortbildungsangeboten und Checklisten für die Ehrenamtsarbeit vor Ort.


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„Ich möchte noch nützlich sein!“ Ein Besuch im Altenheim

Veröffentlicht in: Allgemein, Geronto-was? Theorie ganz praktisch, Hoch!Alt

(AZ) Frag die Expert*innen, sagte ich mir. Ich hatte die Einladung bekommen, eine Gesprächsrunde in einem Altenheim zu leiten. „Sie sind die Expertinnen und Experte fürs hohe Alter“, sagte ich – ein bisschen gewagt – aber die Frauen und der einzige Mann nahmen es gelassen hin und beantworteten meine Frage:

„Was macht für Sie hier und heute ein gutes Leben aus?“

  • Ich bin froh, dass ich nicht mehr die ganze Last zu tragen habe mit meinem Haus, seit ich in meine kleine Wohnung im betreuten Wohnen eingezogen bin.
  • Ich möchte noch nützlich sein!, sagt Herr W. Er liest den Bewohner*innen im Nachbarhaus Gedichte und in Fortsetzungen einen Roman vor.
  • Ich kann nun nicht mehr gut sehen, sagt Frau N.. Sie trägt eine dunkle Brille, im blauen Kostüm, wie für einen beruflichen Termin. Ich habe früher viel gemacht, Verantwortung getragen, beruflich und ehrenamtlich. Nun muss man herausfinden, wie man trotz der Einschränkungen doch noch anderen helfen kann. Dazu braucht sie auch, dass andere sie ansprechen, damit sie ein Gegenüber hat. Später sehe ich sie mit einem Teewagen die Gesangbücher wegbringen. Helfen zu können, hilft ihr, mit ihren Einschränkungen umgehen zu lernen.
  • Ich habe ein Tablet gekauft, damit ich mit meiner Tochter auf der anderen Seite der Erdkugel telefonieren kann. Über das Telefon ist es hier im Heim zu teuer. Nun braucht sie noch jemand, der ihr Scype einrichtet. Emails schreibt Frau K. schon länger.
  • Ich gehe in den Kindergarten in der Nähe, dort spiele ich mit den Kindern!, sagt Frau S.. Ich kenne sie von früher, aus einem meiner Kurse und bin sehr beeindruckt, wie sie hier mit Rollator und doch ganz wie damals aktiv und offen unterwegs ist. Ich habe hier eine neue Familie gefunden, sagt sie. Und offensichtlich auch Aufgaben: Sie organisiert, dass es Kaffee gibt und räumt auch wieder ab. Der Rollator wird zum Transportwagen. Die Kinder kommen auch immer mal ins Haus. Einen Kontakt zu einer Hundertjährigen hat sie hergestellt. Die Kinder waren tief beeindruckt und malen ihr immer mal Post.
  • Wir möchten, dass man uns nicht abkanzelt! Schließlich kommen doch die heißen Themen auf den Tisch. Es gab Veränderungen im Haus – Brandschutzauflagen müssen erfüllt werden – aber das wurde offenbar nicht richtig kommuniziert. Ein Vier-Augen Gespräch mit Hausleitung endete unerfreulich. Die Bewohnerinnen wünschen sich offene Kommunikation auf Augenhöhe. Und Mitsprache.
  • Staatliche Auflagen im Pflegebereich haben die schwer Pflegebedürftigen und die, die noch beweglich(er) unterwegs sind, räumlich auseinanderdividiert. Das bedauern alle sehr! Es sei schön gewesen, das Miteinander, sie hätten den anderen geholfen, beim Essen zum Beispiel. Das fehlt ihnen jetzt, hier helfen zu können. Den Pflegekräften offenbar auch.

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Material für Seniorengruppen im Februar: EIN-S

Veröffentlicht in: Allgemein, Ideen für Gruppen

Material für Seniorengruppen im Februar: EIN-SRita Kusch, unsere Kollegin in der Seniorenarbeit in der Evangelischen Kirche in Oldenburg hat wieder Material für den Seniorenkreis zu Verfügung gestellt, das Sie gerne nutzen dürfen. Sämtliche Veröffentlichungsrechte liegen bei Frau Kusch. Diesmal geht es um die EINS!

Hier geht’s zum Material: Rita Kusch Material für Februar 2018_EINS

Hier unsere Empfehlung für Rita Kuschs aktuellem Buch „Neue Schatztruhe für die Seniorenarbeit“

Und unser Tipp: Stöbern Sie auch in der Kategorie „Ideen für Gruppen“.


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Unser aktuelles Programm: Generationen in Bewegung

Veröffentlicht in: Allgemein

Unser aktuelles Programm: Generationen in Bewegung

Generationen in Bewegung
Es ist ziemlich viel in Bewegung! Mit den Älteren. In der Arbeit mit Hochaltrigen. Beim 13. Deutschen Seniorentag. In kleinen und größeren Orten: Eine Baumelbank wandert durch Eifa. Nachbarschaften wachsen weiter zur „Sorgenden Gemeinschaft“ zusammen. Wir haben einen ganzen Reisekoffer für Ihren Sozialraum für Sie parat. Und die Beobachtung: Ein klitzekleiner Anstoß kann wunderbare Bewegungen für die Generationen auslösen!

Wir wollten Ihnen mal ein paar Kostproben aus unserer Arbeit geben. Deshalb ist diesmal ein kleines Heftchen zu Ihnen unterwegs, oder Sie klicken hier gleich hier rein: Flyer_fachstelle_zweite_lebenshaelfte_2018-1_web

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Ein Unrecht, mit Ratten zu leben. Martin Luther, Martin Luther King und der Thesenanschlag von Chicago

Veröffentlicht in: Bücher/Filme, NACHmachBAR

Ein Unrecht, mit Ratten zu leben. Martin Luther, Martin Luther King und der Thesenanschlag von ChicagoEine Kostprobe aus unserem neuesten Material, dem Reisekoffer „Unterwegs als Nachbarn“ von Gerd Meusel und Andreas Wiesner: „Zielgruppenorientierung teilt die Nachbarn in jene, die von den Programmen profitieren und jene, die leer ausgehen. Oft werden dadurch bestehende Konflikte vertieft.“

Martin Luther King jr. ist bekannt geworden durch Bürgerrechtsaktivitäten in den Südstaaten der USA und durch seinen Marsch auf Washington im August 1963. Mit der vielzitierten Rede „Ich habe einen Traum, dass eines Tages meine vier kleinen Kinder…“ hat er 250.000 Zuhörer und Millionen
Menschen an den Bildschirmen gerührt. Anhand weniger Sätze aus einer ansonsten scharf formulierten Rede, die in ihrer Gesamtheit nahezu vergessen ist, wird ein weichgespülter Martin Luther King vermittelt. Sein Beitrag zu Community Development in Chicago, IL. ist hingegen in Europa unbekannt geblieben. Dieser Artikel wird sich deshalb auf diese Aktivitäten konzentrieren und auf seinen Einsatz für Gewaltlosigkeit nicht näher eingehen.

Von der Würde und Freiheit eines Christenmenschen
1934 nimmt der schwarze Pfarrer Michael „Daddy“ King aus Atlanta/Georgia in den USA am Baptistischen Weltkongress in Berlin teil. Dort kommt er mit der Lebensgeschichte und der Theologie des deutschen Reformators Martin Luther in Berührung. Fortan nennt er sich Martin Luther King und seinen Sohn Martin Luther Junior. Gerade die Lehre von der Würde und Freiheit eines Christenmenschen ist in den durch Fundamentalismus geprägten Südstaaten revolutionär.
Martin Luther King jr. wird mit dieser Theologie von Kindesbeinen an in einer Post-Sklavenhaltergesellschaft konfrontiert.
Auch hat die afroamerikanische Bevölkerung der Nordstaaten andere Probleme als jene im Süden der USA: Formal haben sie
dieselben Rechte wie ihre Landsleute mit europäischen Wurzeln. Offiziell genießen sie dieselben Freiheiten. Aktionen wie im Süden
würden deshalb ins Leere laufen.

Ein Unrecht, mit Ratten zu leben
Zwei Jahre später, im Chicago des Jahres 1966, brodelt es. King und seine Leute planen, die im Süden bewährte gewaltfreie Aktion, (mehr …)

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Wie geht „Kurzwerkstatt – Gut beraten und inspiriert“ ?

Veröffentlicht in: Allgemein, NACHmachBAR

Wie geht Zum zweiten Mal laden wir am Freitag, 9. Februar 2018 17:00 – 19:15 Uhr zur Kurzwerkstatt für Aktive und Interessierte in Nachbarschafts-, Bürger- und Generationenhilfen ein. Die erste Kurzwerkstatt lief großartig, denn Expert*innen treffen auf Expert*innen, nämlich Sie selbst! Diesmal lernen Sie gleich noch die Nachbarschaftshilfe Fuldabrück e.V. kennen. Die Themen bestimmen Sie.  Die Teilnehmer*innen kommen zusammen, um ihre Erfahrungen zu teilen, Herausforderungen zu benennen, Weiterentwicklung zu entwerfen und Anregungen mitzunehmen. Sie bringen Ihre aktuellen Themen für die Arbeitstische ein. In der Kurzwerkstatt sind alle Expert*innen und Fragende gleichermaßen.

Folgende Frage „Wie rekrutieren wir jüngere Helfer für unsere Nachbarschafts-, Bürger- oder Generationenhilfen“ wurde zur Diskussion vorgeschlagen.

Möchten Sie  eine Frage bearbeiten oder selbst Gastgeber einer Kurzwerkstatt werden?
Bitte wenden Sie sich an Andreas Wiesner: andreas.wiesner@ekkw.de  oder 0561 9378284

Hier geht´s zur Online-Anmeldung

Ort: Dorfgemeinschaftshaus Dörnhagen, Dennhäuser Str. 26 , Fuldabrück-Dörnhagen

Und  damit Sie sich das besser vorstellen können – so war es beim ersten Mal:

Am 27.10.2017 trafen sich an einem kalten Herbstabend trafen sich Pioniere bei heißem Tee und Abendbrot im Ev. Gemeindehaus Eschwege um die Frage „Wie schaffen wir Verankerung und Vertrauen in der Nachbarschaft?“ zu diskutieren. Dies auch im Hinblick auf die Gruppe der Neu-Zugewanderten, der geflüchteten Menschen. Anstelle eines Referenten trugen die Teilnehmer*innen ihr Wissen und ihre Erfahrungen bei. In der Kurzwerkstatt sind alle Expert*innen und Fragende gleichermaßen. Folgendes Arbeitsergebnis hat sich am Abend kristallisiert:

  • Gute Zusammenarbeit der Nachbarschafts-, Bürger- und Generationenhilfen mit Kommune und Kirche(n) erleichtert die Tätigkeit erheblich und schafft Verankerung und Vertrauen
  • Zusammenarbeit und Netzwerken mit anderen Vereinen und Organisationen vor Ort ist die Voraussetzung damit Verankerung und Vertrauen in der Nachbarschaft entstehen kann.
  • Keine Angebote von örtlichen Vereinen und Organisationen duplizieren, Lücken in bestehenden Angeboten und Aktivitäten aufspüren und entsprechende Aktivtäten entwickeln.
  • Gemeinsame Angebote für alle Nachbarn entwickeln, damit sich neue (Neu-Zugewanderten und Geflüchtete) und alteingesessen Nachbarn begegnen können, weg von der exklusiven Zielgruppenorientierung. Dies gilt auch für „Betreuungsangebote“ für Menschen mit Demenz.
  • Die Mitarbeit von FSJ-lern verändert die Dynamik im Team, – zwischen Organisator*innen/Org. Team und Helfer*innen. Die Rolle des FSJ-ler ist vorher zu klären.
  • Keine Nachbarschafts-, Bürger- und Generationenhilfe ist wie eine andere, Form und Angebote müssen den örtlichen Gegebenheiten Rechnung tragen.

 

 

 

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