Der Blog für die zweite Lebenshälfte

Der Blog für die zweite Lebenshälfte

Route55plus – Projektstart für selbstorganisierte Bildung und Begegnung im ländlichen Raum

Veröffentlicht in: Allgemein, Älterwerden (im Selbstversuch), NACHmachBAR

Route55plus - Projektstart für selbstorganisierte Bildung und Begegnung im ländlichen Raum„… weiter im Leben: Gemeinsam bringen wir Ihre Ideen auf den Weg!“ So beginnt Route55plus, ein Projekt der Erwachsenenbildung der beiden evangelischen Kirchen in Hessen. In Kürze geht es in drei Regionen um Hanau, Alsfeld und Ziegenhain an den Start. „Wir suchen Menschen, die Zeit und Lust haben, gemeinsam mit anderen Ideen zu entwickeln, etwas zusammen zu unternehmen, sich mit Themen zu beschäftigen, die sie wirklich interessieren, ohne dass es dazu Experten von außen braucht. Schließlich sind wir mit Lebenserfahrung unterwegs!“, sagt Pfarrerin Annegret Zander von der Fachstelle Zweite Lebenshälfte, EKKW, eine der Initiator*innen des Projekts.
Route55plus - Projektstart für selbstorganisierte Bildung und Begegnung im ländlichen Raum

Route55plus bietet dafür die Plattform: Über die Webseite der Initiative werden Ideen gesammelt, Gleichgesinnte gesucht und schließlich öffentlich zu den daraus entstehenden Angeboten eingeladen. Vor Ort bringen drei Teams Menschen und Ideen und auch Örtlichkeiten zusammen und unterstützen bei der Organisation.

Kommen Sie zum Auftakt!

Nun stehen die Initiator*innen in den Startlöchern und laden zum Auftakt ein: Pfarrer Dr. Steffen Merle, Leiter des Evangelischen Forums Hanau+ beginnt am Sonntag, den 27. August um 11:30 Uhr auf der Ronneburg im Rahmen des Hanauer Kirchenkreis-Kirchentages. Er geht – ganz im Wortsinne – mit den Interessierten die ersten Schritte auf der Route55plus: Ideen werden ausgetauscht, erste Kontakte geknüpft. „Erfahrung teilen verbindet.“, so (mehr …)


nach oben

„Wo sind denn eigentlich die alten Jungs?“

Veröffentlicht in: Älterwerden (im Selbstversuch), Geronto-was? Theorie ganz praktisch

Martin Erhardt

Unser geschätzter Kollege Martin Erhardt aus der EKHN schreibt:

„Wo sind denn eigentlich die alten Jungs?“
Anmerkungen zu einer generationsübergreifenden Schieflage
____________________________________________________________________
Männer wie Frauen engagieren sich ehrenamtlich in den unterschiedlichsten Bereichen unserer Gesellschaft. Sie tun das quantitativ ähnlich stark, wenn auch mit gewissen geschlechtsbezogenen Präferenzen. Gleiches gilt für ihr Interesse an Bildung, Kultur und an sozialen wie politischen Fragen. Im unmittelbaren Gemeindeleben unserer Kirche sind Männer jedoch kaum vertreten und viele gemeindliche Veranstaltungen sind wenig attraktiv für Männer. Vielerorts bedauert man diese Situation und sucht nach Wegen, um Männer besser anzusprechen und diese ,Schieflage‘ zu verändern. Nach wie vor wird das Leben einer Kirchengemeinde vornehmlich von Frauen getragen und die angebotenen Männerkreise oder Männerprojekte bleiben überschaubar.
Dazu eine kleine Geschichte, die mir Frau Ute Orlamünder aus Offenbach am Main, Mitbegründerin der ,Aktiven Mitte‘ und engagierte Ehrenamtliche in der dortigen Evangelischen Mirjamgemeinde, zugeschickt hat:
„Ein Mittwochnachmittag, acht hochbetagte Frauen treffen sich zum Zusammensein in der Lutherkirche in Offenbach/Main. Sie sind sozusagen die ,Überlebenden‘ des einst aus über 40 Personen bestehenden gemischten Seniorenclubs. Heute haben wir etwas Besonderes vor: wir haben ein Dutzend Kinder aus unserer Kita eingeladen. Wir sitzen im Kreis, singen miteinander und stellen uns gegenseitig mit Namen und Alter vor. Das Alter der Frauen lässt manche Kinder zwar staunen, aber so richtig einschätzen können sie es wohl noch nicht wirklich. Ehe wir zum Kaffeetisch gehen frage ich die Kinder: Möchtet ihr noch etwas von uns wissen, habt ihr noch eine Frage an uns? Ganz schnell ruft uns ein kleiner Junge zu: „Wo sind denn eigentlich die alten Jungs?“
Einen Wimpernschlag lang herrschte eine totale Stille, dann herzliches, lautes Gelächter. Die Frauen klären auf, (mehr …)

nach oben

Ü100 Dokumentarfilm: Mutig, witzig, weise

Veröffentlicht in: Allgemein, Älterwerden (im Selbstversuch), Bücher/Filme, Geronto-was? Theorie ganz praktisch

Ü100 Dokumentarfilm: Mutig, witzig, weiseDie 102-jährige Ruja setzt sich ans Klavier und spielt Mozart. Ernst, ebenfalls 102, hat kürzlich einen Einbrecher in seinem Haus zuerst verarztet und dann rausgeworfen. Erna, 104, liebt Fußball und zittert für ihren Lieblingsverein. Und die 103-jährige Anna sei jetzt „reif für den Untergang“ und lacht dabei! Der Dokumentarfilm „Ü100″ ist kein depressiver Alters-Blues, sondern ein Einblick in eine immer noch reiche Lebenswelt.

Die acht Protagonisten in „Ü100″ von Filmemacherin Dagmar Wagner strahlen eine große Gelassenheit und innere Freiheit aus. Das gelebte Leben ist längst angenommen, nichts wird mehr auf Effizienz, Perfektion und Selbstdarstellung getrimmt. Eine wohltuende und fast immer heitere Gesellschaft sind die über Hundertjährigen in „Ü100″ – doch es gibt nichts zu beschönigen. Sie führen auch eingeschränkte, abhängige Leben. Aber alle meistern diese Herausforderung mit Würde, Tapferkeit, Humor und Selbstironie. Jenseits allen Unterhaltungswerts gewährt der Film außerdem einen Blick in die Zukunft: Die Hälfte aller Deutschen mit Geburtsjahr 2000 oder später hat eine gute Chance, 100 Jahre alt zu werden. Bereits 2060 werden mehr als zehn Mal so viele Hundertjährige leben wie heute.

„Ü100″ startet am 06.04 2017 bundesweit in den Kinos – passend zum Internationalen Tag der Älteren Generation, der am 05.04.2017 begangen wird.

 

nach oben

Werden Sie Clown*in im Altenheim!

Veröffentlicht in: Allgemein, Älterwerden (im Selbstversuch)

Werden Sie Clown*in im Altenheim!Endlich geht unsere Ausbildungsreihe zum/zur Begegnungsclown*in im Altenheim mit Gisela Matthiae und Gabi Erne in die vierte Runde! Ab sofort können Sie sich für den Auswahltag am 29.09.2017 in Hanau anmelden. Die gut einjährige Ausbildung startet im Januar 2018. Interessierte aus dem Bereich der EKKW können Finanzierungshilfen beantragen.

Hier lesen Sie alle Infos:flyer_clownin_im Altenheim_2018_19_web

nach oben

Schon jetzt anmelden: 4. Fachtag „Spiritualität und Alter“

Veröffentlicht in: Allgemein, Älterwerden (im Selbstversuch), Geronto-was? Theorie ganz praktisch

Gerne teilen wir diese Veranstaltung!
Hochspannenende Vorträge und intensive Arbeitsgruppen mit Gesprächen und praktischen Herangehensweisen (InterPlay, Kreatives Malen) hat der 4. Fachtag Spiritualität und Alter zum Thema „Wenn der Geist ver(w)irrt ist und sich Grenzen auflösen“ am 20.06.2017 in Frankfurt zu bieten.

Gibt es seelenvolle Dimensionen bei psychischen Erkrankungen, bei Depression oder Demenz im Alter? Welchen Einfluss haben geistige Bewusstseinsveränderungen für eine Spiritualität in der letzten Lebensphase? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Studientag „Spiritualität und Alter“ am Dienstag, 20. Juni 2017, von 9.30 bis 16 Uhr im Frankfurter Diakonissenhaus,

Lesen Sie hier die offizielle Einladung Barbara Hedtmann, unserer Kollegin im Evangelischen Regionalverband, Frankfurt am Main. Hier der Flyer: Spiritualität und Alter 2017

nach oben

Zwischen Ewigkeit und Advent: 3 Sänger und das Rätsel

Veröffentlicht in: Älterwerden (im Selbstversuch), Andacht/ Spiritualität, Endlichkeit

(AZ) Ich wollte hier das ganze Jahr über die Alben von drei 3 Sängern schreiben: David Bowie, Udo Lindenberg und Leonard Cohen. Aber ich wusste nicht wie. Ich hörte ihre Musik, tauchte ein und fand nie die richtigen Worte. Ich weiß jetzt warum: Sie haben das Rätsel bewahrt. Das ist ihr Alters-Geschenk.
Vieles hat mich in diesem Jahr beschäftigt. Zum Beispiel die Frage, wie das ist, wenn man alt wird, ich meine, richtig alt. Ich frage mich, wie die 100 – Jährigen, die in den Heidelberger Hundertjährigen-Studien beschrieben werden, es geschafft haben, sich mit ihren Einschränkungen zu arrangieren.
Der Tod hat mich beschäftigt, als er unversehens in meiner Nachbarschaft einzog. (Er ist mein Freund.)

Zwischen Ewigkeit und Advent taste ich mich heute also einmal an die großen Fragen. Alter. Tod. Und weiter. Ich verspreche Ihnen, es geht rätselhaft aus. Denn auch das habe ich dieses Jahr lernen dürfen. Es ist zutiefst im jüdisch-christlichen Glauben und unseren heiligen Schriften verankert, dass das Leben und der Tod und all das dazwischen und auch Gott, Fragen offen lassen. Gott bleibt ein Rätsel. Halleluja.
Alles in allem ist das nichts für schwache Nerven. Ich bin dieses Jahr 50 geworden und merke, dass meine Nerven inzwischen eine gewisse Stärke entwickelt haben. Wie mag das erst sein, wenn ich 69 bin, so wie David Bowie oder 82, so wie Leonard Cohen. Diese beiden Musiker und dazu noch Udo Lindenberg, der dieses Jahr 70 wurde, haben mich in diesem Jahr beeindruckt. Sie könnten in ihren Musikgenres nicht unterschiedlicher sein. Zwei, Bowie und Cohen starben wenige Tage nachdem ihre neuen Alben erschienen. Wie seltsam und besonders. Lindenberg feiert sein Alter. Auch dies besonders.

Der schwarze Stern
David Bowies Album „Blackstar“ erschien am 2.Januar. Er starb am 10. Januar, 2 Tage nach seinem 69. Geburtstag an Krebs. Die Öffentlichkeit war schockiert. (mehr …)

nach oben

Ältere Beiträge