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Der Blog für die zweite Lebenshälfte

Der Blog für die zweite Lebenshälfte

Arbeitsmaterial und Inspiration: Krisen-Haft-Heft

Veröffentlicht in: Allgemein, Corona - Was geht?!, Ideen für Gruppen

Arbeitsmaterial und Inspiration: Krisen-Haft-HeftSind wir aus der Krise raus? Manche Ältere stecken im wahrsten Wortsinn noch drin. Es gibt immer noch Menschen, die sich nicht vor die Tür wagen. Die Wiederaufnahme von Besuchen und Gruppenaktivitäten geht mancherorts schleppend voran. Und der Herbst klopft an die Tür.

Unsere Kolleg*innen der Besuchsdienstarbeit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers haben ein Arbeitsheft zusammengestellt, das den Umgang mit Krisen, die Entwicklung von Resilienz und das Vortasten in die unklare Lage unterstützen. Sie haben sehr schöne und hilfreiche theologische und spirituelle Impulse gesammelt Eine Fundgrube für die eigene Reflexion im Umgang mit Krisen und für den Austausch mit anderen. Arbeitsmaterial und Inspiration: Krisen-Haft-Heft2020_07_heft_krisen_haft_web

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Corona und Umgang mit Schwerhörigkeit

Veröffentlicht in: Allgemein, Corona - Was geht?!, Hoch!Alt, Ideen für Gruppen
Corona und Umgang mit Schwerhörigkeit

Quelle: Petra Hegewald/pixelio.de

Wir haben bei der Schwerhörigenseelsorge nachgefragt, wie man in Corona-Zeiten mit Höreinschränkungen dennoch sicher kommunizieren kann. Sie kennen das ja: Mit den Masken vorm Mund versteht man viel schlechter, man beugt sich rüber, die 1,5 m sind schnell vergessen.

Tipp 1: Alltagsmasken aus Plastik

Wenn Sie als Gruppenleitung oder in 1:1 Begegnungen besser verstanden werden möchten, ist Durchsicht zu Ihrer Mundpartie nötig. Ganz praktisch: es gibt Alltagsmasken aus Plastik, die am Kinn ansetzen. (mehr …)


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Wir kommen noch zueinander! Selbstverantwortlich und mit Herz

Veröffentlicht in: Andacht/ Spiritualität, Corona - Was geht?!, Geronto-was? Theorie ganz praktisch, Hoch!Alt, Ideen für Gruppen, NACHmachBAR
Wir kommen noch zueinander! Selbstverantwortlich und mit Herz

Rosi Coroenchen, Copyright: Gabi Erne, Marburg

„Es waren zwei Königskinder, die hatten einander so lieb,
sie konnten beisammen nicht kommen,
das Wasser war viel zu tief, das Wasser war viel zu tief.“

Zum Glück hat Gabi Erne diesen Liedvers ins Spiel gebracht. Sie ist als Clownin im Altenheim unterwegs. Und als solche nimmt sie das Leben (und den Tod und alles dazwischen) ernst, aber nicht zu ernst. Vor allem umarmt sie es von allen Seiten. Nun auch das seltsame Ding, das uns alle auseinanderhält. Gabi Erne verwandelt sich als Clownin in „Rosinchen Tausendschön“. Rosinchen hat ein RiiiiesenHerz und liebt alles und jede*n. Darum hat sie sich auch mit Corona einigermaßen befreundet und nennt sich jetzt manchmal „Rosi Coroenchen“, denn auch dieses Virus ist eigentlich sehr schön.

Nun hat Rosinchen noch eine Freundin: Prinzessin Fadenschein. Die zwei sind ein Herz und eine Kehle, immerzu in Körper-Kontakt. Auch jetzt wollen und wollen sie zueinander kommen – und dürfen es nicht. Aber aufgeben ist nicht. Es wird alles versucht, vom Luftkuss über Luft-Hand-Kitzeln bis Seite an Seite auf der Picknickdecke in den Himmel radeln. Eine riesige Blume wird schließlich die so herzlich vermisste Umarmung übermitteln.http://

Nicht absolute Freiheit, aber Möglichkeiten

So geht die Geschichte einigermaßen glücklich aus. Das schreibe ich mit Trotz in der Stimme.

Denn die Geschichte der Königskinder im Volkslied ist durch und durch schrecklich und endet mit dem Tod. Das Wasser und die Bosheit einer, die den Liebenden die Sehnsucht und die Körperlichkeit missgönnt, nehmen dem Paar alle Möglichkeiten.

Und verflixt noch mal: DAS wollen wir nicht. Wir wollen Möglichkeiten. Dabei ist es ok, dass wir nicht ALLE Möglichkeiten haben. Absolute Freiheit ist sicher nicht das Ziel, denn wir bleiben besonnen. Verbunden zu bleiben, das wäre es schon eher. In der Liebe zu bleiben und in unseren Körpern. (mehr …)


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Allein leben geht zusammen besser: Es lebe Nachbarschaft!

Veröffentlicht in: Allgemein, Corona - Was geht?!, Geronto-was? Theorie ganz praktisch, Hoch!Alt, Ideen für Gruppen, NACHmachBAR

Allein leben geht zusammen besser: Es lebe Nachbarschaft!Da sitze ich nun seit Wochen in meinem Homeoffice mit meinem auf ein bis zwei Menschen beschränkten Körperkontakt. Immerhin den habe ich. Jemand am Tisch beim Essen. Eine Umarmung zwischendurch. Reden ohne Bildschirm dazwischen. Nebeneinander auf dem Sofa sitzen und beim Zeitunglesen Wärme spüren.

Trotzdem gehe ich jeden Tag raus, laufe auch für eine Kleinigkeit zum Laden. Am liebsten zum Metzger, weil der immer gut gelaunt ist. Auch die Verkäuferin in der Bäckerei ist immer für ein Schwätzchen zu haben. Darum gehe ich hin. Im Kühlschrank wäre noch genug zu essen gewesen.

„Du sollst daheimbleiben.“ Wie geht´s Ihnen?

Nun gibt es Leute, die leben allein und sollen nicht rausgehen. Nicht zum Einkaufen, nur im Notfall zum Arzt. Engagieren in der Hausaufgabenhilfe, bei der Tafel, im Altenheim: fällt aus. Kartenspielen, Äppler auf dem Wochenmarkt, Computerkurs, Wandergruppe: fällt aus. Seit Wochen. Risiko. Sie wissen schon. Wie geht es denen?

Ich habe ein wenig herumtelefoniert und höre:
Es gibt solche, die kommen gut zurecht. Sie haben sich feste Telefonkontakte zugelegt, mit denen sie regelmäßig in Kontakt sind. Die Kontakte vertiefen sich auf eine schöne Weise mit Menschen, die man sonst nur flüchtig kannte. Sie freuen sich auch über die Anrufe von ihrem Nachbarschaftstreff. Gehen spazieren, machen den Garten. Auch wenn es nicht schön ist, so wird es doch eine Weile noch ganz gut gehen.
Die Engagierten engagieren sich weiter. Sie rufen „ihre Leute“ an, schreiben Karten und Emails. Auch sie machen den Garten. Und wenn sie irgendwie Platz im Freien haben, laden sie 1-2 Personen ein, denen das guttun könnte. Mit Abstand natürlich. Für einen Schwatz und einen Kaffee.

Dann gibt es die, die nach den vielen Wochen, in denen sie zuhause geblieben sind und die regelmäßigen Fixpunkte im Tagesablauf alle wegfielen, nun den Halt verlieren. Die Engagierten (Haupt- und Ehrenamtliche), die mit ihnen telefonieren merken es: verwirrte Gedanken, dunkle Gedanken. Sie bauen auch körperlich ab. Menschen, die bisher allein in ihrer Wohnung gut zurechtkamen, werden sehr bald viel Hilfe benötigen.

Und dann sind da noch die, mit denen niemand telefoniert.
Ich habe mit einer Psychiaterin gesprochen. Sie sagt, die Situation würde (mehr …)


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Helfen Sie uns Bewegung in Seniorenwohnzimmer zu bringen!

Veröffentlicht in: Allgemein, Hoch!Alt, Ideen für Gruppen, NACHmachBAR

Der erste Videotreff im Wohnzimmer für Senioren hat geklappt und war so schön! Wir haben uns unter Anleitung von Beatrice Görgen (zertifizierte SimA Trainerin, Tanzleiterin für Seniorentanz, Schwerpunkt Tanzen im Sitzen, Kassel) bewegt und sehr schöne entspannende Übungen miteinander gemacht.  Wir sprachen darüber, was uns hilft mit der derzeitigen Situation gut zurecht zu kommen und wir haben gemeinsam Fürbitte gehalten. Das hat Körper und Seele gutgetan.

Nun möchten wir weitere Seniorinnen und Senioren ermutigen, an unseren Wohnzimmer-Treffen teilzunehmen.

Hier erzählen Annegret Zander und Beatrice Görgen, wie das aussehen kann, da können Sie gleich mitmachen:

Bitte ermutigen Sie Seniorinnen und Senioren zur Teilnahme!

Die nächsten Termine finden Sie immer hier: Veranstaltungen der Fachstelle 

Alle, die noch nie mit Zoom Erfahrung gesammelt haben, kommen pünktlich, die erste halbe Stunde wird die Technik geklärt. Das geht meistens ganz fix. Dann ist noch Zeit zum Plaudern.

Und so gehts technisch: (mehr …)


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Corona und die/wir uneinsichtigen Alten

Veröffentlicht in: Allgemein, Hoch!Alt, Ideen für Gruppen, NACHmachBAR

Corona und die/wir uneinsichtigen AltenViele Gespräche mit Älteren und Angehörigen von Älteren zeigen, dass die Notwendigkeit von Kontakt-Abstinenz noch nicht eingesehen wird. Vielleich gehören Sie auch dazu? Oder Ihre Schwieger/Eltern?

Viele sagen „Ach, ist mir egal, wenn ich krank werde. Und sterben ist auch nicht so schlimm.“ Wir bitten Sie eindringlich, folgendes zu verstehen und unbedingt in Gesprächen mit Älteren, besonders auch den Leiterinnen von Seniorengruppen zu betonen. „Wenn du krank wirst, dann wirst du sehr wahrscheinlich sehr krank. Das bedeutet, dass du ein Bett im Krankenhaus brauchst. Damit blockierst du ein Bett für andere, die es nötiger gebraucht hätten, weil sie zum Beispiel einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt hatten. Willst du das?“

Deshalb:

Zu Hause bleiben, nicht ins Fitnessstudio gehen, kein Spielenachmittag, Steuer kann man später machen oder online. Einkaufen lassen von (Ihren) jungen Leuten, die Ihnen dies anbieten. Fenster auf, die gute alte Fensterbank als Kommunikationsort wählen – mit 2 Meter Abstand. Rufen Sie Ihre Freundinnen und Freunde an, sagen Sie es ihnen weiter. Bleiben Sie telefonisch in regelmäßigem Kontakt, sogar mit der Nachbarin nebenan. So helfen Sie einander und unserer ganzen Gesellschaft.

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