Der Blog für die zweite Lebenshälfte

Der Blog für die zweite Lebenshälfte

Sie kann den Kuchen nicht mehr backen

Veröffentlicht in: Hoch!Alt

Sie kann den Kuchen nicht mehr backenEine alte Dame, Frau M., die früher hoch engagiert war, war immer noch zuverlässig, wenn es um eine Kuchenspende ging. Basar oder Gemeindefest, Frau M. buk einen Kuchen. Irgendwann stellte man fest, dass Frau M. nicht mehr auftauchte. Jemand forschte nach. Es ging ihr gut. Aber sie schämte sich. Denn sie konnte keinen Kuchen mehr beitragen. Warum? Sie hatte kein Geld für die Zutaten. Damit war ihr auch die letzte Möglichkeit, sich in der Gemeinde mit ihren Fähigkeiten zu beteiligen, genommen.

Wir ließe sich das Problem elegant lösen, ohne dass Frau M. ihr Gesicht verliert und weiter dabei sein kann?

In unserer Kategorie Hoch!Alt sammeln wir unsere Beobachtungen zu Hochaltrigkeit. In der Mitgliederversammlung der EAfA (Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit in der EKD) erzählte uns Ulrich Jakubek diese Begebenheit aus der Bayrischen Landeskirche.

nach oben

Buchtipp: 80plus und mittendrin. Aufbruch in eine neue Seniorenarbeit

Veröffentlicht in: Bücher/Filme, Geronto-was? Theorie ganz praktisch, Hoch!Alt, Ideen für Gruppen, NACHmachBAR

Buchtipp: 80plus und mittendrin. Aufbruch in eine neue SeniorenarbeitWie gut!, dachte ich: Da ist eine Kollegin genau an dem dran, was uns beschäftigt:

Susanne Fetzer
80plus und mittendrin
Aufbruch in eine neue Seniorenarbeit
Neukirchener Verlag, 20 €

Retten wir den Seniorenkreis!?
Kirchliche Seniorenkreise sind in der Krise. Susanne Fetzer nimmt sich des Themas behutsam, aber klar an. Und sie macht Vorschläge fürs (anders) weitermachen. Ein Buch für die Praxis: für ehrenamtlich und hauptamtlich Engagierte in der (nicht nur aber besonders) kirchlichen Seniorenarbeit. Wenn Sie sich fragen, wie Sie in ihrem schrumpfenden Seniorenkreis weitermachen sollen, sollten Sie sich Ihr Team und/ oder Ihren Kirchenvorstand schnappen und gemeinsam Teil 1 durcharbeiten.
Wenn Sie sich fragen, wie Sie die Arbeit mit Hochaltrigen in Ihrer Gemeinde anders oder neu angehen können, nehmen Sie auch Teil 2 „Inspirationen für die Praxis“ hinzu.

Perspektive wechseln und dann Butter bei die Fische
Wir sind in der Fachstelle ja an genau demselben Punkt: Zum einen ist es wichtig, endlich die Personen ab dem Ruhestand genau in den Blick zu nehmen und neue Herangehensweisen zu entwickeln, wie wir als Kirche mit dieser Generation umgehen wollen. Zum anderen haben wir nun die Alten, die es gerade noch so in den Seniorenkreis schaffen – oder eben auch nicht mehr. Und wir rätseln, was wir mit den und für die Alten tun sollen. Das Konzept, das 40 Jahre die kirchliche Seniorenarbeit geprägt hat, trägt nämlich nicht mehr.
Susanne Fetzer zeigt auf, warum die Seniorenkreise nicht mehr wachsen (mehr …)


nach oben

Hilfe – wie ein Krückstock

Veröffentlicht in: Allgemein, Hoch!Alt

In unserer neuen Kategorie Hoch!Alt sammeln wir Wahrnehmungen und Geschichten darüber, wie es ist, mit hohem Alter und Einschränkungen im Leben unterwegs zu sein. Wir glauben, dass es wichtig ist, ganz genau hinzuschauen, damit wir gut miteinander unterwegs sein können. Wenn Sie auch solche Geschichten haben, lassen Sie es uns wissen! (Die mobile Dame hat Chris Goy in unserer Fachstelle entdeckt.)

Im Krankenhaus. Frau M. sitzt in ihrem Rollstuhl neben ihrem Bett, als die beiden Ehrenamtlichen zu Besuch kommen. Sie sorgt sich, wie sie wohl vom Rollstuhl ins Bett kommen wird, da anscheinend niemand da ist, der ihr helfen kann. Sie schaffe es nicht alleine, sagt sie und es sei jedes Mal eine schmerzhafte Angelegenheit. Die Möglichkeit, nach der Krankenschwester zu klingeln, erwägt sie, tut es aber nicht. Plötzlich rollt sie sich von selbst an das Bett heran. Die beiden Ehrenamtlichen sehen es, jede steht an einer Bettseite. Frau M. betätigt routiniert den Hebel, um das Seitenteil des Rollstuhls zu lösen, tastet sich mit vielfach geübten Handgriffen Schritt für Schritt ins Bett. Die beiden Ehrenamtlichen unterstützen mit einfachen, kaum wahrzunehmenden Handgriffen. Allein ihre Anwesenheit und minimale Mithilfe geben Frau M. genug Sicherheit, ins Bett zu kommen und sie klagt dabei nicht über Schmerzen oder Anstrengung. Als sie im Bett ist, lacht sie, wie einfach das doch jetzt gegangen sei und bedankt sich für die Hilfe, die doch nur wie ein Krückstock war.

Notiert von Marion Perner
Krankenschwester und Sozialarbeiterin, Querdenkerin, neugierig und immer gespannt auf die nächste Erkenntnis.

nach oben

Gut alt werden – Beginn der neuen Blog-Kategorie „Hoch!Alt“

Veröffentlicht in: Hoch!Alt

Wir starten heute eine neue Kategorie, die uns im Laufe der kommenden Zeit begleiten soll, wenn wir uns in das Thema Hochaltrigkeit vertiefen. Es ist ganz einfach und grundlegend: Wenn die Alten nicht mehr in den Seniorenkreis gehen können, aber noch da sind – wie können wir miteinander in gutem Kontakt bleiben? Wie können wir die Alten dabei unterstützen, in ihrem Zuhause, an ihrem Ort zu bleiben?

In kleinen Schritten, Beobachtungen, Forschungen und Geschichten werden wir uns dem Thema nähern und sind selbst ganz gespannt, was sich entwickeln wird.

Im Forschungs-Gespann dabei ist Marion Perner.

Zum Auftakt dieses Video (Englisch mit deutschen Untertiteln), das eine erstaunlich lange Langzeitforschung zum Thema Lebenszufriedenheit beschreibt und sehr gut zusammenfasst, was eine unsere wesentlichen Grundfragen in unserer Arbeit ist: Was ist ein gutes Leben?

nach oben