Der Blog für die zweite Lebenshälfte

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Kirche, Kommune, freie Wohlfahrt und Bürger*innen zusammen in Wabern: Veränderungen einleiten

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Kirche, Kommune, freie Wohlfahrt und Bürger*innen zusammen in Wabern: Veränderungen einleitenWir waren aktiv beim Fachtag „Kommunale Veränderungsprozesse gestalten“ in Wabern (hier vor dem „Café am Rathaus“, das vom Seniorenclub Wabern betrieben wird) gemeinsam mit: Bürgermeister Claus Steinmetz (Wabern), Pfarrer Dierk Glitzenhirn (Evangelische Forum, Homberg), Pfarrerin Annegret Zander (Fachstelle Zweite Lebenshälfte, Hanau), Dr. Andrea Soboth (Gießen), Doris Schäfer (Wohnprojekt „Gemeinsam ins Alter Schwalmstadt e.V.“), Seniorenreferentin Alexandra Vogt-Schulz (Wabern), Regionalmanagerin Sonja Pauly (Leader-Region Schwalm-Aue Borken), Verkehrsplaner Joachim Otto (Kassel), Hildegard Weiszenburger (Seniorenclub Wabern e.V.).

Für mich (Annegret Zander) war es das erste Mal, dass ich mit der Bauabteilung einer Verwaltung an einem Tisch zum Thema „Wohnen (und Älterwerden)“ saß. Tolle Leute, da in Wabern!

Dierk Glitzenhirn schreibt:

„Neue Wege in der Kommune“
Das Evangelische Forum, die Fachstelle Zweite Lebenshälfte, die Leader-Region Schwalm-Aue und die Gemeinde Wabern hatten in der vergangenen Woche in den Kulturbahnhof Wabern zu einer Tagung eingeladen, um Perspektiven der Veränderung des Lebens auf dem Land zu diskutieren. Unter Begleitung der Referentin Dr. Andrea Soboth vom Institut für Regionalentwicklung aus Gießen kamen rund 40 interessierte Personen aus Verwaltungen und öffentlichem Leben in der Region miteinander ins Gespräch. Bürgermeister Claus Steinmetz betonte, (mehr …)

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Allerseeleentotensonntagsgedanken

Veröffentlicht in: Allgemein

Allerseeleentotensonntagsgedanken(Annegret Zander) Seit drei Jahren habe ich ein – sagen wir mal – „Hobby“: Ich rede mit Leuten übers Sterben und schreibe darüber, damit andere Leute auch übers Sterben reden. Gemeinsam mit meiner Freundin Petra Schuseil, die das fast mit noch größerer Hingabe macht.
In diesem Jahr haben wir eine Blogaktion gestartet, die so geht:

Schreibe eine Löffelliste. (Dinge, die du tun/erleben/erfahren möchtest, bevor du den „Löffel abgibst“.)
Nimm dir eine Sache davon vor und tu sie.
Schreibe darüber.

Unsere Mit-Schreiberinnen arbeiten sich ganz schön ab an dieser Aufgabe. Vielleicht haben Sie Lust, mal hinein zu schauen.

Hier geht´s zur Totenhemd-Löffellisten-Aktion

Über den Totenhemd-Blog habe ich Katja Glöckler kennen gelernt, die drei Jahre in Mexiko lebte und dort eine so ganz andere Art des Totengedenkens kennen gelernt hat. Über meine Sehnsucht schreibe ich hier

Vielleicht inspiriert Sie das zu eigenen Gedanken und noch besser: Gesprächen mit anderen übers Sterben.

Denn meine Freundin Petra und ich haben gemerkt: Das macht uns total lebendig!

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Was Luther konnte. Und ich auch. Und Sie auch.

Veröffentlicht in: Allgemein, Andacht/ Spiritualität, Ideen für Gruppen

Mein (Annegret Zander) kleiner Predigtbeitrag zum Reformationsjubiläum, mit den wunderbaren Projekten im Herzen, die wir in der Fachstelle gerade verwirklichen dürfen. Dieser Text kann auch jenseits des Reformationsjubiläums als Impulsgeber für persönliche und Gruppenaktionen und Reflektionen dienen. Am Schluss gebe ich ein paar zusätzliche Ideen für Gruppen.

Reformation kommt von dem lateinischen Wort re-formatio. Das heißt re – zurück und formatio – Formung, zusammen also Rück-formung. Etwas, das aus der Form geraten ist, wird zurück in Form gebracht. So wird wieder erkennbar, was es ist.

Nageln Sie mich nicht fest auf den Vergleich, aber Reformation ist ungefähr so wie ein Hausumbau eines alten Fachwerkhauses. Jahr über Jahrhundert wird an- und umgebaut, manches wird abgetragen, neues kommt hinzu. Die Fenster werden erneuert, das Dach neu gedeckt. Wackeliges und unnützer Schnickschnack wird zurückgeformt. So entwickelt sich das Haus im Re-formieren immer weiter, aber nie zurück.
Das Fundament bleibt bestehen. Daran muss man sich manchmal erinnern – und an die Statik, die tragenden Pfeiler.
So wie Martin Luther das tat, als er sich selbst und seine Kirche daran erinnerte, was wirklich trägt: Allein die Schrift, allein die Gnade, allein der Glaube.

Mein eigener reformatorischer Umbau geschah vor einem Jahr als ich ein Studiensemester einlegen durfte. Die drei Monate haben mein Predigen verändert, wie alle, die mich seitdem auf der Kanzel erlebt haben, wissen. Ich war ausgezogen, die Harmonie aus meinem Glauben zu vertreiben. Ich wollte die Bibel wieder neu und genauer lesen. Ich wollte mit Worten ringen und spielen.
Das ist – glaube ich ziemlich reformatorisch. Und so (und auf meine neue Weise) habe ich für heute einige reformatorische Schlüsse gezogen.
Unter dem Motto:
Was Luther konnte. Und ich auch. Und Sie auch.

Was Luther konnte. Und ich auch. Und Sie auch.

Fragen stellen
Gibt es einen ungnädigen Gott? (mehr …)

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Hilfe – wie ein Krückstock

Veröffentlicht in: Allgemein, Hoch!Alt

In unserer neuen Kategorie Hoch!Alt sammeln wir Wahrnehmungen und Geschichten darüber, wie es ist, mit hohem Alter und Einschränkungen im Leben unterwegs zu sein. Wir glauben, dass es wichtig ist, ganz genau hinzuschauen, damit wir gut miteinander unterwegs sein können. Wenn Sie auch solche Geschichten haben, lassen Sie es uns wissen! (Die mobile Dame hat Chris Goy in unserer Fachstelle entdeckt.)

Im Krankenhaus. Frau M. sitzt in ihrem Rollstuhl neben ihrem Bett, als die beiden Ehrenamtlichen zu Besuch kommen. Sie sorgt sich, wie sie wohl vom Rollstuhl ins Bett kommen wird, da anscheinend niemand da ist, der ihr helfen kann. Sie schaffe es nicht alleine, sagt sie und es sei jedes Mal eine schmerzhafte Angelegenheit. Die Möglichkeit, nach der Krankenschwester zu klingeln, erwägt sie, tut es aber nicht. Plötzlich rollt sie sich von selbst an das Bett heran. Die beiden Ehrenamtlichen sehen es, jede steht an einer Bettseite. Frau M. betätigt routiniert den Hebel, um das Seitenteil des Rollstuhls zu lösen, tastet sich mit vielfach geübten Handgriffen Schritt für Schritt ins Bett. Die beiden Ehrenamtlichen unterstützen mit einfachen, kaum wahrzunehmenden Handgriffen. Allein ihre Anwesenheit und minimale Mithilfe geben Frau M. genug Sicherheit, ins Bett zu kommen und sie klagt dabei nicht über Schmerzen oder Anstrengung. Als sie im Bett ist, lacht sie, wie einfach das doch jetzt gegangen sei und bedankt sich für die Hilfe, die doch nur wie ein Krückstock war.

Notiert von Marion Perner
Krankenschwester und Sozialarbeiterin, Querdenkerin, neugierig und immer gespannt auf die nächste Erkenntnis.

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Mit der Ping!-Station die Welt retten: Eine Tauschbörsen-Initiative für elektronische Geräte und Zubehör

Veröffentlicht in: Allgemein, NACHmachBAR

Mit der Ping!-Station die Welt retten: Eine Tauschbörsen-Initiative für elektronische Geräte und Zubehör(AZ) Kabelsalat in meiner Medienschublade.  Floppidisks beim Ausmisten gefunden. Die Spielekonsole und die Walkie-Talkies vom Junior liegen ungenutzt in der Ecke. Das abgelegte IPhone – wohin?

Nach-Halt-Ich-Keit???!!!!

Alle Repaircafé – Aktivist*innen sollten jetzt aufhorchen, Kirchengemeinden, die sowieso schon Tauschregale betreiben ebenso. Hier können Sie etwas dazu beitragen, dass Kabel, Tablet, Smartphone & Co länger im Umlauf bleiben.

Thorsten Belzer von pingstation.de hat die rettende Idee. Es ist eigentlich wie beim KlamottenTauschRausch: Bring deine abgelegte Elektronik-Sachen zur Ping!-Station, nimm dir das mit, was du brauchst.

Die „Ping!“-Leute haben alles vorbereitet: unter „Ping! -Station einrichten“  finden Sie zum Ausdrucken ein Plakat auf dem gezeigt wird, wie die Sache funktioniert. Dazu Vorlagen für den „Ping!-Zettel“  Der wird ausgefüllt und auf das abgegebene Gerät geklebt: „Name des Geräts, ob es intakt ist oder ein Problem hat, ob Daten gelöscht werden sollen. Wenn noch Daten auf dem Ding sind, geht es in die Löschbox, ansonsten ins Regal.

Das mit der Löschbox finde ich sehr entlastend, denn weiß ich, ob ich (mehr …)


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Erfolgreicher Ideenstart auf der Route55plus

Veröffentlicht in: Allgemein, NACHmachBAR
Erfolgreicher Ideenstart auf der Route55plus

Eröffnung Route55plus Bild: Uli Köster

Es ist jetzt wirklich losgegangen! Wir kommen noch gar nicht hinterher mit all den wunderbaren Impulsen und neuen Dingen, die es jetzt auch für uns zu lernen gibt, wenn man mit so einem Projekt an den Start geht. Zum Glück hat Uli Köster schon mal etwas für uns geschrieben:

Freie Fahrt auf der ,Route 55 plus‘
Projekt für selbstorganisierte Bildung, Begegnung und Freizeitgestaltung Schwalmstadt-Treysa. Die Kinder sind erwachsen und aus dem Haus, das Ende des Berufslebenssteht unmittelbar bevor oder liegt sogar schon hinter einem und plötzlich stellt man sich die Frage: „Wie geht es weiter in meinem Leben?“. Das Projekt „Route 55 plus“ gibt auf diese Frage auch keine konkrete Antworten, vielmehr will es Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Menschen mit Interessen und Ideen zusammenzubringen und auf einen gemeinsamen Weg zu schicken, das haben sich Pfarrerin Annegret Zander, zuständig für die Fachstelle Zweite Lebenshälfte im Referat Erwachsenenbildung der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck (EKKW), und Projektmitarbeiterin Melanie Nöll auf die Fahnen geschrieben. Unter der Überschrift „Silberschmiede“ hatten Zander und Nöll in den vergangenen zwei Jahren Vorarbeit geleistet, dabei wurden Ideen gesammelt, Netzwerke geknüpft und Erfahrungen mit Aktiven von ähnlichen Initiativen ausgetauscht. Für den Startschuss hatten die beiden Koordinatorinnen nach Treysa eingeladen, mit einem gemütlichen Brunch im Franz-von-Roques-Haus schafften sie die richtige Atmosphäre.

Erfolgreicher Ideenstart auf der Route55plusBereits am Eingang hießen sie jeden Gast persönlich willkommen und überreichten ein Tütchen mit wichtigen Utensilien für diesen Tag. „Route 55 +…weiter im Leben“ stand auf dem Bleistift, mit dem jeder seine eigenen Ideen und mögliche Projekte auf einer Karte eintragen sollte.
Eine farbige Serviette diente als Tischkarte, dadurch (mehr …)


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