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Der Blog für die zweite Lebenshälfte

Der Blog für die zweite Lebenshälfte

Jetzt schon anmelden: Fachtag „Wie wir für „Sorgende Gemeinden“ sorgen“

Veröffentlicht in: Allgemein

Jetzt schon anmelden: Fachtag Treffe, schwätze … schaffe
Wie wir für „Sorgende Gemeinden“ sorgen
Fachtag mit SchwatzMarkt am Donnerstag, 27.09.2018, 10 – 16 Uhr
in Frankfurt/Main, Dominikanerkloster

Wir* laden Sie – als Verantwortliche oder freiwillig Engagierte aus Kirche, Diakonie und Kommune und nachbarschaftlichen Initiativen und Sie als interessierte Bürgerin oder Bürger – ein!

Selbst- und mitverantwortlich in der „Sorgenden Gemeinde“
Wir blicken in unsere Lebenswelt, in unser Wohnviertel oder Dorf und das Zusammenleben der Menschen dort. Wir als Kirche sehen uns auch beim kommunalen Leben in der Mitverantwortung. Wir wollen uns einmischen, mitgestalten und unsere Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen. Zum Beispiel dafür sorgen, dass der Lebensmittelmarkt im Dorf erhalten bleibt, das Gesundheitszentrum auf die Beine kommt, das Bürgerhaus endlich renoviert und belebt wird, die Alten von A nach B kommen – oder den Markt wie auch den Flohmarkt im Viertel wiederbeleben und die Idee des Open Air Kinos endlich umsetzen.

Wir wollen Teil einer „Sorgenden Gemeinde“ werden und fragen uns: Jetzt schon anmelden: Fachtag
• Was brauchen wir, um an unserem Ort gut leben und alt werden zu können?
• Wie kann ein mitverantwortliches Zusammenleben in meiner Kommune aussehen?
• Welche Art sorgender Gemeinschaften sind sinnvoll, nützlich und zukunftsfähig?
• Was muss die Kommune, was können Kirche, Diakonie und freiwillige Initiativen – und was will ich – zur „Sorgenden Gemeinde“ beitragen?

Impulse
• Vortrag „Sorgende Gemeinde werden“ von Jens-Peter-Kruse (EAfA)
• Gesprächsrunde mit kirchen- und kommunalpolitisch Verantwortlichen
• Einblick in die analog-digitale Nachbarschafts-Welt: nachbarn.de + „Mein Dorf 55 plus“ – App
• Stehgreiftheater mit Arno Hermer

Jetzt schon anmelden: Fachtag Machen Sie mit beim SchwatzMarkt!
Die Begegnung und der Austausch stehen im Mittelpunkt dieses „etwas anderen“ Fachtags. In der Sorgenden Gemeinde sind wir alle Expert*innen. Deshalb sind Sie eingeladen in kleinen Runden auf dem SchwatzMarkt von Ihren Ideen und Initiativen, ja auch von Ihren Fragen zu berichten. Dabei können wir Neues erfahren und alle etwas voneinander lernen.
Machen Sie mit!
Wie geht „SchwatzMarkt“? Ein kleiner Film zeigt es Ihnen. Klicken Sie bitte hier: bit.ly/schwatzmarkt (mehr …)


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Meine Fundstücke beim Seniorentag: Nachbarn als sorgende Gemeinschaft & Alt+Jung in verschiedenen politischen Welten

Veröffentlicht in: Allgemein

Meine Fundstücke beim Seniorentag: Nachbarn als sorgende Gemeinschaft  & Alt+Jung in verschiedenen politischen WeltenAndreas Wiesner machte sich zu nachtschlafender Zeit mit 16 Teilnehmenden aus Nordhessen zum Seniorentag und der Seniorenmesse SENOVA nach Frankfurt. Die Hinreise wurde zu einem ad hoc Expert_innengespräch, denn vielfältige Erfahrungen aus der Seniorenarbeit, neuste Entwicklung der Nachbarschafts- und Seniorenhilfen sowie Informationen über Wohnberatung wurden ausgetauscht. Genau so hatten wir uns das erhofft!

Wir hörten den Vortrag von Prof. Dr. Klie „Sorgekultur und Mitverantwortung – Aufbau und Sicherung zukünftiger Sozialräume“ Er stellte das Modell der Caring Community vor.
Laut Prof. Dr. Klie kann der demografische Wandel erfolgreich gestaltet werden, wenn der individualistische Gesellschaftsansatz durch einen der gemeinsamen Sorge füreinander im Quartier (Stadtteil oder Dorf) ersetzt wird. In diesem Ansatz arbeiten die Familien, Nachbarn, informelle organisierte Nachbarschaftshilfen mit Vereinen, Glaubensgemeinschaften, Pflegediensten & sozialen Dienstleistungen mit der Stadt/politischen Gemeinde im Quartiersmanagement zusammen. Ziel ist ein gelingendes und faires Leben für alle. Dies bedeutete für die Mitreisenden, dass sie in Zukunft als vielseitig Engagierte die Sorge für die Menschen im Quartier auf Augenhöhe mitgestalten können.

Auf der Seniorenmesse SENOVA konnten wir 260 Aussteller von der Arbeiterwohlfahrt bis zur Volkssolidarität kennenlernen und uns zum gemeinsamen Mittagessen treffen. Die verschiedenen politischen Parteien einschließlich der Allianz Graue Panter sowie zahlreiche kommerzielle Anbieter waren ebenfalls vertreten. Besonders interessant fand ich die verschieden Mehr- Generationen Häuser mit ihren vielfältigen bedarfsorientierten Angeboten.

Unter den vielen Veranstaltungen möchte ich „Alt und Jung – zwei Welten“ mit Franz Müntefering, Petra Roth, (Bundesminister und Oberbürgermeisterin a.D.) und Schülerinnen und Schüler der Politik AG des Frankfurter Lessing-Gymnasiums hervorheben. Sowohl Müntefering als auch Roth berichteten, wie die Widerstände, die sie als Arbeiterkind und junge Frau in der Bundesrepublik vor 1969 überwinden mussten, ihre Politik geprägt haben und sie zu untypischen Politikern werden ließen. Manche der Schüler redeten bereits mehr wie Politiker als Müntefering und Roth selbst. Meiner Meinung nach ergaben sich die zwei Welten nicht aus dem Altersunterschied sondern daraus, dass den Schülerinnen und Schülern des Lessing-Gymnasiums die persönliche Betroffenheit für ihr Engagement fehlt, da sie keine persönlichen Widerstände zu überwinden hatten. Mit einer anderen Schülergruppe in unserer nach 1989 Bundesrepublik hätte es sicher mehr Gemeinsamkeiten gegeben.


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Bischöfin Fehrs: Nicht ohne meine Nachbarn. Kirchengemeinden als Teil einer sorgenden Gemeinschaft (Caring Community)

Veröffentlicht in: Allgemein, Geronto-was? Theorie ganz praktisch, NACHmachBAR

Bischöfin Fehrs: Nicht ohne meine Nachbarn. Kirchengemeinden als Teil einer sorgenden Gemeinschaft (Caring Community)Auf dem Kirchentag hörte ich im Zentrum Älterwerden diesen wegweisenden Vortrag von Bischöfin Kirsten Fehrs. Die EAfA (Evang. Arbeitsgemeinschaft für Altenarbeit), die das Zentrum Älterwerden organisierte, hat den vollständigen Vortrag veröffentlicht:

1. Einleitung: Veränderung denken – auf dass wir klug werden
Caring Community – eine Gesellschaft ist so klug, wie sie achtsam ist. Sorgsam also, oder um „caring“ genauer zu übersetzen: liebevoll gegenüber all denen, die nicht mehr so schnell, so unversehrt, so vermögend in jeder Hinsicht sind; die zu tragen haben an Ängsten, aber auch am fehlenden Feingefühl ihrer Umwelt, die sie vorschnell zu Bedürftigen und Betreuungsfällen erklärt. Mittragen, was zu tragen, und verändern, was nicht mehr zu ertragen ist – ich freue mich bei Ihnen zu sein und über ein Thema zu sprechen, das mich schon lange umtreibt.
Welche Chancen, nein: Welche Aufgabe hat die Kirchengemeinde in unseren Quartieren, Kommunen, Städten und Dörfern, dass wir eine Gesellschaft derer werden, die ganz gemäß dem Urgemeinde-Ideal austeilen unter allen, „je nach dem es einer nötig hatte?“ (Apostelgeschichte 2, 45)
Ich möchte Ihnen dazu eine wahre Geschichte erzählen. Vor einigen Monaten wurden in einem sehr kleinen Dorf in meinem Sprengel kurzfristig ca. 50 syrische Flüchtlinge angekündigt. Man ist zunächst beunruhigt. Die Bürgermeisterin wendet sich an die Kirchengemeinde – und von da an beginnt eine wunderbare Geschichte: Der Pastor kapert instinktsicher den ehemaligen etwa 70-jährigen Gemeindewehrführer der Feuerwehr und seine Frau. Die fühlen sich auf einmal neu gesehen und an der Ehre gepackt. Sie gründen ein Netzwerk, in das inzwischen gefühlt zwei Drittel des Dorfes eingestiegen sind, vor allem die Älteren. Während einer Andacht erzählen sie alle von ihren Erlebnissen. Lesen Sie hier weiter…


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