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Der Blog für die zweite Lebenshälfte

Der Blog für die zweite Lebenshälfte

Ilona Noltes Bilder – Lebenslust im Alter

Veröffentlicht in: Älterwerden (im Selbstversuch), Ideen für Gruppen

Die ansteckend lachenden Herrschaften hier im Blog hat Ilona Nolte gemalt. Ich darf mit Stolz sagen, dass dadurch, dass wir Frau Noltes Bilder im ebz Bad Orb ausgestellt haben und auch hier im Blog nutzen durften, im Gegenzug nun ihre Bilder durch die Gegend reisen und Lebenslust verbreiten.  Copyright für die Bilder liegt bei Frau Nolte! Anfragen bezüglich Ausstellungen direkt an Frau Nolte: www.ilona-nolte.de

Frau Nolte hat zahlreiche Postkarten und inzwischen auch einige Drucke von Ihren Bildern angefertigt. Diese können bei ihr bezogen werden oder in der Fachstelle in Hanau angesehen werden.

Hier meine Gedanken zu ihren Bildern, die ich für eine Eröffnung im Evangelischen Bildungszentrum für die zweite Lebenshälfte (ebz)  geschrieben habe.

Und Kunst verändert das Leben.

Das wage ich zu sagen, wenn ich nun auf Ilona Nolte zu sprechen komme. Die erfolgreichste Ausstellung, die wir hier je hatten, war ihre „Lebenslust“, frech beworben mit 5 älteren halbnackten Damen, die fröhlich in der Sauna lachen. Mit den lebenslustigen Damen brach hier im Haus ein Gelächter aus, ein Vergnügen! 20 –jährige Frauen fotografierten fleißig und riefen: „Ja, sooo will ich auch älter werden!“ (mehr …)


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Alte Frauen? Alte Damen!

Veröffentlicht in: Älterwerden (im Selbstversuch), Bücher/Filme, Ideen für Gruppen

Alte Frauen? Alte Damen!„Welche findest du am hübschesten?“, fragt meine 8-jährige Mitleserin als wir zum dritten Mal intensiv das Bilderbuch „Alte Damen“ von Franziska Kalch studieren. Für diese junge Dame ist das momentan ein wichtiges Kriterium und – ach – es hört ja doch nicht auf, dass frau vor dem Spiegel steht und dies und das versucht, um hübsch, schön oder so was ähnliches zu sein.

Hier tummelt sich nun also ein quirliger Pulk von fünf besagten alten Damen durch die Seiten, mit einem so lebensatt vergnügten Lächeln, dass man sie immer wieder anschauen mag. Drei weiße Frauen, eine schwarze, eine asiatische Frau, alles zwischen üppig und  zart, mit und ohne Rollstuhl mobil, umschwirrt von allerlei Getier, sind fein und – wild!

Franziska Kalch hat aus Kindermund-Worten über alte Damen Bilder hervorgezaubert, wie wir sie uns normalerweise nicht vorstellen. „Alte Damen sind enorm vernünftig und haben furchtbar viel Lebenserfahrung. Das lassen sie sich aber nicht immer anmerken.“  Diese fünf fegen über den Spielplatz, schrubben sich in der Badewanne, wählen tolle Dessous, haben heimliche Liebhaber und – mein Lieblingsdetail: eine kleine nackte (mehr …)


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„Old age ain’t no place for sissies!“ (sagte schon Bette Davis)

Veröffentlicht in: Älterwerden (im Selbstversuch), Ideen für Gruppen

Die gemütliche Lektüre des aktuellen Missy Magazine führte mich zu diesem Projekt von zwei arte Redakteurinnen, die in ihrem Blog Filme veröffentlichen, die es bisher noch nicht ins Fernsehen schaffen. Im Monat August widmen sie sich dem Altsein. Schade, dass das nicht ins Fernsehen kommt, denn das wunderbare Interview von Janina Rook mit drei Frauen zwischen 62-69 Jahren ist nah dran, an dem was ich von vielen anderen Frauen höre. Wir lernen außerdem, wo wir bei unserem nächsten Berlin-Besuch vorbeischauen: am Rüdesheimer Platz der “ Underground-Szene für Rentnerinnen und Rentner“.

Hier gibt es einen schönen kurzen Text. (Unbedingt die Filme ansehen!)

Hier geht´s zum Film.

Dazu haben die Ladies noch eine Playlist zusammengestellt, Musiktitel zum Thema. Hier tauchen die ganzen Ladies aus alten Zeiten auf: Aretha Franklin, Doris Day, Bette Davis, Edith Piaf, – June Carter Nash, die mit hörbar gealterter Stimme „Will you miss me when I´m gone“ in den Raum stellt. Natürlich ist solch eine Auswahl sehr individuell, aber sie regt zu der Frage an: was wäre auf ihrer Playlist fürs Altsein. Eher Ruhiges oder eher was für die Hüften?

Und  – liebe Leserinnen – wenn Sie schon dabei sind  bei „Here she is“ zu stöbern, dann schauen Sie sich unbedingt auch Video Nummer 2 an. Da gibt es  auch im Älterwerden noch viel Vergnügliches zu lernen.


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Filmtipp: Die mit dem Bauch tanzen

Veröffentlicht in: Älterwerden (im Selbstversuch), Bücher/Filme

http://www.bauchtanz-film.de/

DIE MIT DEM BAUCH TANZEN ist eine Geschichte über die Lust am Leben, die Schwierigkeiten der Wechseljahre und über die Kunst, die Angst vor dem Alter mit einem gekonnten Hüftschwung in die Flucht zu schlagen.
Die Regisseurin Carolin Genreith wirft in ihrem sehr persönlichen Erstlingswerk einen ironischen wie liebevollen Blick auf ihre Müttergeneration und – nicht zuletzt – auf die eigene Generation mit ihren Sehnsüchten und Ängsten.

Die Regisseurin Carolin Genreith wirft in ihrem sehr persönlichen Erstlingswerk einen ironischen wie liebevollen Blick auf ihre Müttergeneration und – nicht zuletzt – auf die eigene Generation mit ihren Sehnsüchten und Ängsten. Ich dachte, beim Drehen decke ich es schon auf, das große Unheil, die Angst, die doch mindestens genauso riesig sein muss wie meine eigene, wenn ich an die 40, ach was, an die 30 denke.

Und dann fing ich an zu drehen und merke: Meiner Mutter und ihren bauchtanzenden Freundinnen geht es gut, sie machen mir ihr Glück im Alter nicht vor. Das Problem mit den Falten, den Winkearmen und den Hängebrüsten haben gar nicht die, sondern ich! Und noch etwas Anderes brachte mich zum Nachdenken: Meine Mutter erzählte mir, dass sie erst jetzt, in ihrem zweiten Leben, wirklich glücklich und bei sich sei, und dass sie das, als sie so alt wie ich war, nie gewesen war. Eine Parallele, die mich gleichzeitig berührt und mir Hoffnung macht – darauf, dass ich mit dem Älterwerden auch zufriedener werden kann. Vielleicht muss man vor dem Alter keine Panik haben. Vielleicht kann man sich auch einfach ein bisschen darauf freuen. Vielleicht schafft man es sogar irgendwann, sich selbst, sein Leben, sein Alter so zu feiern wie das meine Mutter und ihre Bauchtanzfreundinnen jedes Jahr auf den Straßen und in den Bars von Paris tun.

 


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Der Sprung in der Schüssel

Veröffentlicht in: Älterwerden (im Selbstversuch), Andacht/ Spiritualität, Ideen für Gruppen

Heute schicke ich Sie einmal rüber zu meiner lieben Freundin und kompetenten Unterstützerin in Blog-, Tempo- und Lebensfragen Petra Schuseil. Sie schrieb einmal über den Sprung in der Schüssel.

Eine alte Chinesin geht täglich mit zwei Schüsseln Wasser holen. Eine von beiden Schüsseln hat einen Sprung und wird dafür von der noch heilen Schüssel gehänselt. Doch siehe da, genau wegen ihres „Fehlers“ hat sie im Alltag der Alten wunderbares bewirkt. Das wird ihr erst nach langer Zeit klar. (Die ausfühliche Geschichte finden Sie im Lebenstempo-Blog.)

Zwei Gedanken bewegen mich

  • genau das, was wir für unseren Makel halten, wird für andere ein Segen. Wie oft begegne ich Menschen, die im Älterwerden auf all die „Sprünge in ihrer Schüssel“ blicken. Dies geht nicht mehr, jenes Körperteil macht nicht mehr mit, die Energie reicht nicht mehr um den Alltag wie bisher zu meistern. Aber vielleicht wird gerade durch die Verlangsamung ein Gespräch erst möglich, die Schönheit um mich herum sichtbar, das Gebet tiefer als bisher.
    Was geschieht, wenn ich meinen Sprung in der Schüssel als Geschenk ansehe?
  • Die alte Frau wusste die ganze Zeit, dass der vermeintliche Makel der gesprungenen Schüssel ein Segen war. Deshalb nahm sie sie weiterhin mit, säte Blumensamen und freute sich an den wachsenden blühenden Blumen.
    Wenn wir diesen Blick der alten Frau einnehmen, und die „Menschen mit Sprung“ mit ihren Gaben statt ihren Defiziten wahrnehmen und ihnen weiterhin Teilhabe am Alltag ermöglichen, wird uns das zum Segen gereichen. Das gilt für Menschen mit Behinderung, für alle älter werdenden Menschen, für Menschen mit Demenz.

Lesen Sie dazu auch noch einmal meine Gedanken zur Jahreslosung 2012 „Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig“

 

 

 


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„Werd ich noch ich sein, wenn ich älter bin?“

Veröffentlicht in: Älterwerden (im Selbstversuch), Ideen für Gruppen

Kennen Sie Rainer Schönes Lied „Werd ich noch jung sein, wenn ich älter bin?“ Konstantin Wecker schrieb es 1976, Rainer Schöne interpretiert es bis heute. Ich habe seine grandiose Interpretation bei der NDR Talkshow „unplugged“ mit Gitarre gefunden (ab Minute 12:42).

Er selbst ist 1942 geboren, hat inzwischen noch eine kleine Tochter und ist weiterhin sehr aktiv als Schauspieler und Musiker.

Eine Blogleserin sagte in Resonanz auf dieses Lied: „Ich hatte mir früher immer vorgenommen, in meinem Alter meinen Eigensinn zu behalten. Ich habe mein Leben immer auf meine Weise gelebt. Nun arbeite ich mit alten Menschen und merke, wie isoliert die Eigensinnigen sind. Ich glaube, ich will lieber daran arbeiten, dass ich gut in einer Gemeinschaft leben kann.“

Das beschäftigt ja viele: „Werd ich noch jung sein, wenn ich älter bin?“ Werde ich so lebendig sein wie jetzt? Werde ich mein Leben, selbstbestimmt und unabhängig leben können?“
Mir geht der „Eigensinn“ nach.  Eigen-Sinn.  Eigensinnig zu sein wird ja eher abgewertet. Und manchmal artet es in Stress aus, „das Eigene“ zu finden. Andererseits: wenn man es denn gefunden hat, „Das Eigene“, die Art sich zu kleiden, die Werte, die einem wichtig sind, die Dinge, die man tut – dann ist man doch auch ziemlich glücklich. Ich bewundere an älteren und alten Menschen, wenn sie zu ihrer Persönlichkeit stehen und sie leben.  Es  sind lebendige, aufgeschlossene, unternehmungslustige, humorvolle Menschen – manche sind mehr, andere viel weniger mobil. Es geht also, sein „Eigenes“ zu leben. Allerdings haben diese Leute neben dem Eigensinn noch etwas anderes entwickelt: (mehr …)


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