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Der Blog für die zweite Lebenshälfte

Der Blog für die zweite Lebenshälfte

Großeltern mit Garten- und Weltverantwortung

Veröffentlicht in: Ideen für Gruppen, NACHmachBAR

Ich bin gerade so richtig in Fahrt mit meinem Balkon. Da duftet uns sprießt es nun. Nachts wird gelesen „Guerillia Gardening“ heißt das Buch. An Ostern habe ich Samenkugeln verschenkt. Zu fünft – 3 Erstklässlerinnen, 2 Erwachsene – haben wir an die 300 Kugeln aus Ton, Erde und Sommerblumensamen gedreht und nun werden die heimlich oder offiziell in privaten und öffentlichen Blumenkübeln, hässlichen Gartenecken und am Wegesrand in die Erde gesteckt. Was für ein Bild der Fülle! Inmitten dieser Aktionen schrieb ich dies:

Die Harke und der Rechen werden hervorgeholt, dem Kind das Eimerchen in die Hand gedrückt: mit Oma und Opa geht´s jetzt in den Garten. Die Erde muss vorbereitet werden. Im Haus sprießen schon die ersten Tomatenpflänzchen. In ein paar Wochen werden sie umgetopft. Auch da wird das Enkelchen dabei sein. Mit Enthusiasmus!

Jeder Oma und jedem Opa sei Dank, die mit den eigenen oder geliehenen Enkelkindern in den Garten gehen. Besser kann (mehr …)


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Auf keinen Fall leiden

Veröffentlicht in: Älterwerden (im Selbstversuch), Geronto-was? Theorie ganz praktisch, Ideen für Gruppen

Die alte Frau sitzt auf ihrem Lieblingsplatz. Ihre Welt ist auf ein Wohnzimmer zusammengeschrumpft. Der braune Kordsessel, der dunkelbraune Beistelltisch mit den gedrechselten Füßen, der Wandschrank aus den 1970ern, ein paar Alpenveilchen auf dem Fensterbrett. Sie kann kaum noch Laufen, schläft viel, isst wenig.
Und hier ist die Preisfrage: ist das nun schlimm oder nicht?

„Hauptsache ich bleibe gesund, dann ist alles wunderbar!“, sagt nicht nur eine mir bekannte aktive Frau im Ruhestand.
„Wenn ich dann mal nicht mehr so kann, dann weiß ich nicht, ob ich so leben will.“ ist der Kontrapunkt, den ein Mann Anfang 60 setzte.

Was ist das nur, diese Angst davor krank oder eingeschränkt zu sein? Vorneweg: ich habe kaum persönliche Erfahrungen damit, körperliche Einschränkungen zu haben. Aber ich habe viele Menschen befragt, beobachtet, bewundert – und habe ein bisschen über Resilienz gelesen – die Fähigkeit, mit schwierigen Situationen umzugehen. Ich versuche, diesen Wunsch, auf keinen Fall leiden zu wollen, auf verschiedene Weise einzukreisen. Wenn das hier unrund rüberkommt, dann ist das sozusagen Programm. Ich habe (mehr …)


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Hermann Hesses Begleitgedicht für den Ruhestand: Stufen

Veröffentlicht in: Allgemein, Älterwerden (im Selbstversuch), Andacht/ Spiritualität

Auf der Suche nach den schönsten und schlimmsten Sprüchen zum Ruhestand bekam ich eine Antwort von einer Leserin, die mich neugierig gemacht hat. Sie schreibt:
„Mich begleitet seit Jahren das Gedicht von Hermann Hesse. Jetzt bin ich 60 geworden und es paßt wie nie zuvor. Eine neue berufliche Phase deutet sich an, nachdem eine alte zuende geht. Und nebenbei wächst das Bedürfnis zum generativen Leben.

Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“

Zum ersten Mal stellte ich mir die Frage: wann hat Hesse dieses Gedicht geschrieben? Laut Wikipedia war das 1941 nach langer Krankheit. Da war er 63 Jahre alt! Vielleicht ist dieses Alter der Zeitpunkt, an dem man die Abschiede und Anfänge, die jedes Jahrzehnt mit sich bringt gelassener durchlebt.
Und noch eine Erkenntnis birgt dieses berühmte Gedicht: vielleicht nehmen die Abschiede im höheren Alter zu. Doch auch mit diesen ist immer ein Neuanfang verbunden. So strahlte mich diese Woche eine Dam an, die bis zu ihrem 86. Lebensjahr allein und selbständig lebte. Es war auch oft ein Kampf. Nun zieht sie in ein Altenheim, das ihr Klavier gerne einziehen lässt und ihre Beiträge zum Leben in der neuen Gemeinschaft willkommen heißt. Sie wird Klavier spielen, Gedichte vortragen und endlich werden Menschen ihre Lieder mitsingen.

Herrmann Hesse starb 1962 im Alter von 85 Jahren. Die Zeit zwischen „Stufen“ und seinem Tod verbrachte er mit der Beantwortung von Briefen, die an ihn geschrieben wurden: in 35.000 Briefen wurde er  um Lebenshilfe, Orientierung und finanzielle Hilfe gebeten. 17.000 selbst geschriebene Antworten sind belegt. (Quelle: Wikipedia)

Die Suche nach den schönsten und schlimmsten Sprüchen zum Ruhestand geht weiter. Machen Sie mit!


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Vorbereitung auf den Ruhestand: eine Teilnehmerin berichtet

Veröffentlicht in: Allgemein, Älterwerden (im Selbstversuch)

Kaum hatte ich über den Abschied aus dem Ruhestand geschrieben, da traf parallel die Rückmeldung einer ehemaligen Teilnehmerin unseres Bildungsurlaubs zur Vorbereitung auf den Ruhestand ein. Sie hat mir erlaubt, ihre Worte hier anonymisiert zu veröffentlichen. So kann er aussehen, der Übergang in einen neuen Lebensabschnitt.

Im Mai 2011 sprach ich mit Ihnen über meinen bevorstehenden Ausstieg in 2011 bei meiner Firma und um meine Sorge „unangemessen“ verabschiedet zu werden. Aber siehe da: während einer Mitarbeiterversammlung bedachte mich die Geschäftsführung mit einem herzlichen Dankeschön und kleiner feiner Rede. Ich bekam einen schönen Reisegutschein und alle meine Kollegen (über 100 Personen) standen auf und klatschten und klatschten und hörten nicht mehr auf………  Das war für mich das schönste Geschenk, ich war glücklich und konnte „in Frieden gehen“. Später habe ich mich per E-Mail und dem in unserer BU-Woche entstandenen Bild von allen verabschiedet.

Nun sind 6 Monate im Ruhestand vergangen. Neu, spannend, nachdenklich, arbeitssam. Mit vielen staunenden glücklichen Momenten über die neue geschenkte Zeit, in der ich „nichts mache“, sondern nur bei einer Tasse Kaffee den Vögeln zuschaue…. Ich werde in kein Loch fallen, werde aber auch nicht zu denjenigen Ruheständlern gehören, die ständig sagen „ich habe keine Zeit“. Ich möchte mich nicht verzetteln.


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Vorbereitung auf den Ruhestand: Ihr persönlicher Rückblick

Veröffentlicht in: Allgemein, Älterwerden (im Selbstversuch)

Wie Sie wissen, bin ich sehr dafür, die Zeit nach der Erwerbsphase vorzubereiten. Und viele von Ihnen sind aktiv dabei. Sie machen sich Gedanken, was Ihnen weiterhin wichtig ist, was Sie neu lernen oder tun wollen, wie Sie Ihre Zeit gestalten.

Nur eins lassen viele auf sich zukommen: den Tag an dem ES passiert. Der letzte Tag. Die Verabschiedung. Das Ende … – einer Welt.
Und da können dann nette bis schlimme Sachen passieren: dünne Reden, Lobeshymnen, die einem peinlich sind, ein Fresskorb zum Abschied und in geballter Häufung die Wörter „Freiheit“ und „wohlverdient“.

Da Ihr Ruhestand in der Tat wohlverdient ist, ist das doch die Gelegenheit dies selbst zu würdigen. Ich möchte Ihnen in den nächsten Tagen ein paar Anregungen geben, wie Sie diesen Tag planen und mitgestalten können. Beginnen wir mit dem Rückblick auf Ihr Arbeitsleben.

Mein Arbeitsleben – eine persönliche Bilanz
Nehmen Sie sich Zeit:  Erinnern Sie sich an Ihre Stationen im Arbeitsleben. Staunen Sie über Auf und Ab, über Erfolg und Misserfolg, darüber wo Sie angefangen haben und wo Sie nun stehen.

  • Nehmen Sie sich ein großes Blatt Papier, legen Sie eine Zeitlinie mit Jahreszahlen an. Zeichnen Sie zunächst die nüchternen Fakten ein: von wann bis wann war ich wo – als was? Wichtige Stationen: Schule, Lehre, Studium, die erste Arbeitsstelle, Arbeitsplatzwechsel. Überlegen sie (mehr …)

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Seniorentheater-Flashmob: Die Stadt erobern

Veröffentlicht in: Allgemein, NACHmachBAR

Seniorentheater-Flashmob: Die Stadt erobernIn keinster Weise ins Abseits lässt sich die Stuttgarter Theatergruppe „Die 5te Jahreszeit“ stellen. „Flashmob“ ist eine z.B. über Facebook oder andere Kanäle organisierte Aktion vieler Menschen im öffentlichen Raum.  Ein theatrales Flashmobprojekt mit Senioren – läuft seit Oktober auf der Treppe neben dem Kunstmuseum Stuttgart Ort und Zeit der weiteren Veranstaltung werden kurzfristig auf www.jes-stuttgart.de bekannt gegeben.

Dies schreibt das JES-Theater über das Projekt:
„16 Senioren unterwegs in der Landeshauptstadt mit einem schönen Gedanken von Ernst Jandl auf den Lippen „wir sind die menschen auf den wiesen, bald sind wir die menschen unter den wiesen. und werden wiese und werden wald, dass wird ein heiterer landaufenthalt.“

Das Spielzeitthema 2011/2012 vom JES „Stadtkantengeschichten“ hat das Seniorentheater „die 5te jahreszeit“ bewegt, sich mit ein paar Fragen auseinander zu setzen: Wie verändert sich der öffentliche Raum im Alter? Welche Orte werden weniger aufgesucht und welche mehr? Wie fühlen sich ältere Menschen (mehr …)


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